Nach Aktion in Wien

Was die Umweltministerin zu den Klima-Klebern sagt

Politik
10.11.2022 17:55

Am Donnerstag sorgten Klimaaktivistinnen in Wien für große Aufregung, als sie sich am Podest eines Dinosaurier-Skeletts im Naturhistorischen Museum festklebten, um gegen „den fossilen Kurs der österreichischen Bundesregierung“ zu demonstrieren. Die Aktion reiht sich in eine von vielen, die zuletzt oft auf Unverständnis stoßen. Nun meldete sich auch Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) zu Wort - sie zeigt sich besorgt über die Form des Protests.

„Vor den Überresten der ausgestorbenen Giganten“ deponierten sie ihre Forderungen zur „Überlebenspolitik anstelle der fortgesetzten Zerstörung unserer Lebensgrundlagen“, teilte die Organisation Letzte Generation mit. „Unsere Regierung muss endlich handeln und das Aussterben der Menschheit verhindern“, steht in einem Tweet, der Aktivistin Caroline Thurner (52) zeigt.

Schon seit Wochen machen Klimaaktivisten mit Klebe- oder Schüttaktionen auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam. Dabei werden etwa (Glasschutzwände) vor berühmten Kunstwerken mit Suppe beschüttet oder wichtige Verkehrsknotenpunkte lahmgelegt. Für den Protest mussten sich die Aktivisten zuletzt enorm viel Kritik gefallen lassen.

Leute am Weg „nicht verlieren“
Es stehe ihr als Ministerin nicht zu, der Zivilgesellschaft auszurichten, welche Aktionsformen sie wählen sollen, erklärte Gewessler am Donnerstag im Gespräch mit Puls 24. „Ich kann nur sagen, in meiner Zeit in der Zivilgesellschaft habe ich andere Formen des Protests gewählt.“

Vor allem aber äußerte die Ministerin, dass dadurch das Verständnis vieler Leute im Kampf gegen den Klimawandel - „und der Klimaschutz ist die größte Herausforderung unserer Zeit“ - verloren gehen könnte.

Aktivisten drängen Politik zu handeln
Ob ihr Statement in Richtung der Klimaaktionen auch einen Effekt haben wird, darf jedoch bezweifelt werden. So wurden die Aktivisten zuletzt nicht müde zu betonen, keinen anderen Weg zu sehen, auf die gewaltige Problematik aufmerksam zu machen. Vorangegangene Aktionen, wie etwa die Blockade von Kohlekraftwerken, wurden öffentlich schließlich kaum wahrgenommen.

Sie wollen jedenfalls den friedlichen und gewaltlosen Protest weiter fortführen, bis sinnvolle Maßnahmen gegen den Klimakollaps ergriffen werden.

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