Betont sachlich und datenbasiert kommt eine neue Website mit dem Namen www.bevölkerungsaustausch.at daher. Es geht um den „demografischen Wandel in Österreich“, um die Einteilung der Bevölkerung in „Menschen mit Migrationshintergrund“ (Gesichter mit Fragezeichen) und „Menschen ohne Migrationshintergrund“ (rot-weiß-rote Gesichter). Ein Rechner spuckt aus, dass die Fragezeichen schon bald in der Überzahl sein werden. Rot-Weiß-Rot hingegen werde demnach zu einer Minderheit im eigenen Land schrumpfen. Der „Kipppunkt“ sei in 31 Jahren, in Wien sogar schon in sieben. Immerhin wird beiden Gruppen attestiert, Menschen zu sein.
Urheber des „Dashboards“ ist die Freiheitliche Jugend, und wer den Begriff „Bevölkerungsaustausch“ weiter zurückverfolgt, landet schnell bei der „Umvolkung“ und dem geheimen Plan, nach dem die österreichische Bevölkerung durch „Masseneinwanderung“ ersetzt werden soll.
Statistik könne nicht rechtsextrem sein, verteidigt die FPÖ den belasteten Begriff des „Bevölkerungsaustausches“ und trommelt ihre Botschaften: Zuwanderungskriterien verschärfen, Einwanderungsquoten nach Kulturkreisen festlegen, Stichwort Afghanistan. Klare Linie, aber wo ist die Lösung?
Um die wurde beim Asylgipfel am Mittwoch verzweifelt gerungen. Es geht um Quartiere für Menschen vor dem Winter. Um ein überfordertes System. Um Angst. Die Frage ist: Wer schürt diese Angst, und wer kann sie der Bevölkerung nehmen?








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