13.03.2005 16:34 |

Damen-Weltcup

Pärson holt Gesamtsieg mit Mini-Vorsprung

Was für ein Herzschlagfinale! Mit einem sensationell geringen Vorsprung, so gering wie noch nie in der Weltcup-Geschichte, holte sich die Schwedin Anja Pärson die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup. Tanja Poutiainen gewann die kleine Kugel für den Riesenslalom.

Anja Pärson musste während des Riesenslaloms, dem letzten Rennen der Saison, lange zittern. Letztlich wurde sie nur 17., und wäre die Spanierin Rienda-Contreras im zweiten Durchgang noch hinter Kostelic zurückgefallen, hätte die Kroatin den Gesamtsieg eingefahren. Doch da Kostelic nur Achte wurde, reichte Pärson Rang 17 für den Triumph.

Die Finnin Tanja Poutiainen wurde Zweite, auf 3, 4 und 5 folgten Nicole Hosp, Elisabeth Görgl und Renate Götschl.

"Es gibt für mich nichts Größeres als die große Kristallkugel. Sie zu gewinnen, ist immer das Ziel. Mit einem Champion wie Janica zu konkurrieren, macht mich sehr stolz", sagte Anja Pärson. Arm in Arm verfolgten die mit Abstand besten Skifahrerinnen im Zielraum die Entscheidung. Als die Spanierin Maria Jose Rienda Contreras (2:20,18 Minuten) ihren zweiten Saisonsieg perfekt gemacht hatte, hatte Pärson mit 1359:1356 die Nase vorn. Knapper war der Gesamtweltcup nur 1979 mit zwei Punkten zu Gunsten der Österreicherin Annemarie Moser-Pröll entschieden worden. "Ich kann nicht glauben, dass sich der ganze Winter in einem Rennen entscheidet. Ich hätte lieber mit 100 Punkten verloren", sagte Janica Kostelic.

Der letzte Wettkampf des Winters war an Spannung kaum zu überbieten. Schon als Siebte hätte Kostelic einen Punkt Vorsprung gehabt. Angesichts des Gesamtsieges konnte es Pärson auch verschmerzen, die Riesenslalom-Gesamtwertung an Tanja Poutiainen verloren zu haben. Die Finnin sicherte sich durch Platz zwei in 2:20,48 Minuten vor der Österreicherin Nicole Hosp (2:20,69) wie im Slalom die kleine Kristallkugel.

Noch am Samstag hatte Janica Kostelic wieder Hoffnung schöpfen können. Mit Rang zwei im Slalom hatte sie wieder Boden gut gemacht und den Druck auf Pärson erhöht. Die 23-Jährige hatte nur den zehnten Platz belegen können. Letztlich gewann aber die kompletteste Skifahrerin des Winters auch die Gesamtwertung. Als dritte Rennfahrerin konnte Pärson in allen vier Disziplinen gewinnen. In einer Saison hatte dies vor ihr nur die Österreicherin Petra Kronberger 1991 geschafft.

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