Austria-Tormann Christian Früchtl über die ersten Monate in Wien und das „Mia san Mia“ der Bayern. Das 0:5 ist bereits abgehakt, „starten mit 0:0“.
Neun Minuten in der deutschen Bundesliga - die Bilanz von Christian Früchtl bei Bayern.
Klingt nicht viel, war für den Tormann aber eine Bestätigung dafür, stets ein guter Rückhalt für Manuel Neuer gewesen zu sein. Denn Früchtl stand diese neun Minuten am 14. Mai 2022 in Wolfsburg in den letzten Minuten des letzten Spiels der letzten Saison im Kasten der Münchner, eine Anerkennung von Trainer Julian Nagelsmann.
Danach ging es im Sommer für den 22-Jährigen zur Austria, Höhen und Tiefen wechselten sich ab, ehe letzten Sonntag im Derby seine große Stunde schlug, er zu einem der violetten Matchwinner avancierte.
Jetzt gilt es, diese Leistung zu bestätigen, schon heute hat er im vierten Gruppenspiel der Conference League gegen Villarreal die Gelegenheit dazu, letzten Donnerstag hatte er in Valencia beim 0:5 fünf „Stück“ von den Spaniern bekommen.
„Das Spiel letzte Woche kann man natürlich nicht vergessen, aber es ist abgehakt, es beginnt wieder bei 0:0“, so Früchtl, dessen erstes Zwischenfazit bei Violett positiv ausfällt: „Klarerweise war es eine Umstellung, erstmals Nummer eins bei einem Verein zu sein. Aber bis jetzt hat, so glaube ich jedenfalls, alles bei der Austria gepasst, den Rest müssen Sie andere fragen.“
Wie zum Beispiel den Trainer - Manfred Schmid sagt über seine Nummer eins: „Es war für ihn nicht leicht, in die großen Fußstapfen eines Patrick Pentz zu treten. Er ist jung, entwicklungsfähig, man muss ihm Zeit geben, seine Entwicklung geht steil nach oben, das hat er im Derby eindrucksvoll gezeigt.“
„Keiner verliert gerne“
Und die „Mia san Mia“-Mentalität der Bayern, konnte Früchtl diese schon in Austrias Kabine reinbringen? „Das geht bei Bayern, bei denen man viel gewinnt, viel leichter als bei den meisten anderen Klubs. Prinzipiell hat ja jeder dieses Sieger-Gen in sich, es gibt keinen Kicker, der gerne verliert.“
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