Verkehr eingestellt

Frau ging auf Bahngleisen, sie suchte ein Grab

Oberösterreich
07.10.2022 18:30

Unglaublicher Zwischenfall in Linz: Weil eine Frau auf den Zuggleisen im Bereich des Verschiebebahnhofs unterwegs war, musste der Zugverkehr eingestellt werden. Die Erklärung der Frau für ihr gefährliches Unternehmen war aber nicht minder ungewöhnlich.

Ein Passant traute am Freitag gegen 12 Uhr seinen Augen nicht: Eine Frau war auf den Zuggleisen des Verschiebebahnhofs Nähe der Turmstraße unterwegs - er rief sofort die Polizei. Da mit dem Anrufer in der Folge kein Kontakt hergestellt werden konnte, musste nach der Frau im gesamten Verschiebebahnhof-Areal gefahndet werden.

Frau gefunden
Vom Notfallkoordinator der ÖBB wurde im gesamten Bereich des Verschiebebahnhofs und auf einem Teil der Westbahnstrecke der Zugverkehr eingestellt und für die Beamten freigegeben. Ein Einsatzleiter der ÖBB begab sich ebenfalls vor Ort. Gegen 12.40 Uhr konnte die gesuchte Frau, eine 48-jährige Linzerin, von Gleisarbeitern der ÖBB angetroffen werden. Diese begaben sich mit der Frau zum Lotsenpunkt, wo sie von den Polizisten befragt wurde.

Grab des Bruders gesucht
Die Begründung für ihre Tat verblüffte die Beamten: Sie gab an, dass sie auf der Suche nach dem Grab ihres Bruders gewesen sei, welches hier einmal gewesen sein soll. Sie sei sich aber bewusst, dass das Betreten der Gleisanlagen wegen Gefahr verboten sei und sei deswegen auch neben den Gleisen gegangen. Um 12.45 Uhr konnten die Gleise für den Zugverkehr wieder freigegeben werden.

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