Preisexplosion

Teure Martinigänse aus Ausland freuen Bio-Bauern

Salzburg
07.10.2022 07:00
Das Martinigansl könnte heuer so manchem Feinschmecker sehr schwer im Magen liegen. Der Grund: Die extreme Teuerung bei Import-Tieren etwa aus Ungarn. Die heimische Weidegans dagegen kostet nur unwesentlich mehr.

Entgegen vielen Prognosen ist der Konsum von Bio-Produkten wegen der massiven Teuerung noch nicht zurückgegangen. Im Gegenteil: Er ist sogar weiter gestiegen. „Der Lebensmitteleinzelhandel verzeichnet weiterhin steigende Bio-Absatzzahlen. Der Preisunterschied zwischen konventionellen Produkten und Bio ist kleiner geworden. Bei Gurken, Tomaten und Milchprodukten etwa ist die Differenz kaum noch merkbar“, weiß Ulrike Gangl.

Warum sich biologisch Angebautes oder biologisch gehaltene Tiere im Verhältnis weniger stark verteuert haben, erklärt die Chefin von Bio Austria Salzburg so: Die Futtermittelindustrie ist auf fossile Energie angewiesen. Bei Spritz- und Düngemittel sind die Preise massiv angestiegen. Auch beim Getreide ist der Preis für konventionelles mehr gestiegen als der für Bio-Getreide, das im Inland erzeugt wird.“

Zitat Icon

Der Lebensmittelhandel verzeichnet immer noch steigende Absatzzahlen. Der Preisunterschied zwischen konventionellen Produkten und Bio ist kleiner geworden.

Ulrike Gangl, Obfrau Bio Austria Salzburg

Diese Tatsachen führen laut Gangl zu skurrilen Preis-Entwicklungen. Etwa bei Gänsen. Bei jenen aus konventioneller Zucht aus Ungarn und Polen kostet das Kilo Fleisch nicht wie vor einem Jahr rund vier Euro, es wird nun teils um 16 Euro angeboten, ist nun also bis zu viermal so teuer. Auch die Vogelgrippe hat ihren Teil dazu beigetragen.

Rückkehr des Bio-Fests ab morgen auf Kapitelplatz
Das Martinigansl-Essen könnte so manchem Feinschmecker im November daher äußerst schwer im Magen liegen. Wirte in Österreich haben wegen der Teuerung auch schon aufgeschrien. Die heimischen Bio-Bauern bestärkt die aktuelle Lage indes nur. „Das Kilo Bio-Weidegans ist vielleicht um 50 Cent, maximal einen Euro teurer geworden“, sagt Gangl, die auch Obfrau der Vereinigung Salzburger Weidegans ist. „Die Weidegans muss nur ganz wenig zugefüttert werden, das ist ein Vorteil.“

Zwei lebende Weidegänse und jede Menge regionale, hochwertige Produkte können übrigens am Samstag und Sonntag ab 10 Uhr beim Bio-Fest am Kapitelplatz entdeckt werden. Es ist eine Rückkehr nach zwei Jahren zwangsbedingter Corona-Pause.

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