08.03.2005 15:26 |

Anti-Abzock-Tricks

So legst du teuren Malern & Co. das Handwerk

Wer einen Handwerker braucht, muss in der Regel damit rechnen, dass ihm der Arbeitseinsatz der Gesellen eine Stange Geld kostet. Wie die Arbeiterkammer erhoben hat, gilt das vor allem für Wien. Als ob die Preise allein noch nicht hoch genug wären, arbeiten zahlreiche Maler, Schuster, Bodenleger usw. auch noch mit mehr oder weniger guten Tricks, um die Rechnung weiter in die Höhe schnellen zu lassen. Krone.at verrät dir, wie du im Falle des Falles billiger aussteigst.
Sie arbeiten eine halbe Stunde, verrechnen aber eine volle! Der Geselle hat einen Lehrling im Schlepptau, der nur zusieht! Für einen Ein-Mann-Job kreuzen plötzlich drei Arbeiter auf! Die Arbeitsstunde wird auf der Rechnung mit 70 Euro angeführt, dabei ist dieser Tarif weit weg von ortsüblichen Durchschnitt! Ein Handwerker baut ein Billig-Produkt ein, verrechnet dafür aber den Preis eines Qualitätsartikels! Die Reparatur war mangelhaft, es tritt wieder der gleiche Schaden auf! Du hast zuvor einen Pauschalpreis vereinbart, nun wird plötzlich wesentlich mehr verlangt!
 
Die Folgen: Kosten-Explosion
Diese und ähnliche Tricks tauchen bei einigen schwarzen Schafen der Handwerkerzunft immer wieder auf. Die Folge: Die Kosten steigen, eine harmlose Reparatur beläuft sich auf mehrere hundert Euro! Und dabei wird meistens noch gar nicht beachtet, dass die Preise für Handwerker in den letzten Jahren drastisch angezogen haben.
 
Preise in den letzten Jahren gestiegen
Wie die Arbeiterkammer anhand des Beispiels der Bundeshauptstadt Wien errechnet hat, ist der Verbraucherpreisindex von 1997 bis 2004 um 12 Prozent gestiegen. Schuld daran ist nicht zuletzt die Euro-Einführung. So sind z.B. die Preise bei Schustern im Gesamtdurchschnitt um mehr als 22 Prozent gestiegen, bei Tischlern um über 26 Prozent und bei Parkettbodenverlegern um fast 28,8 Prozent. Zu allem Überdruss müssen sich Kunden durch einen fast undurchdringlichen Preisdschungel kämpfen, um zum besten Preis zu kommen.
 
Goldene Tipps zum Sparen
Die Arbeiterkammer rät daher, mehrere (mindestens drei) Angebote einzuholen und die Preise gewissenhaft zu vergleichen. Ebenfalls eine Kostenfalle: Den Handwerker von weit her zu holen! Wer spren will, sollte sich lieber um eine Firma in seiner Nähe umsehen, um die Anreisekosten, die sich ebenfalls zu Buche schlagen, möglichst gering zu halten.
Weitere Tipps und Tricks findest du rechts in der Infobox!
Dienstag, 11. Mai 2021
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