29.09.2022 06:00 |

„Krone“-Kommentar

Heizschwammerl und Schaufenster

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Lang ist verhandelt worden, die Berge kreißten, ein Förderbaby ward geboren. Schön, dass es da ist, aber für Freudentänze gibt es keinen Anlass.

Warum? Weil die Wirtschaft und da einige Industrien dramatisch unter der Last der explodierenden Energiepreise leiden. Das kann uns allen nicht egal sein: Zwei Drittel unseres Wohlstands kommen aus dem Export, Zigtausende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Die Zahl der Firmenpleiten hat sich verdoppelt, wie die Dominosteine werden weitere Insolvenzen folgen.

Wenn da jetzt der „Energiekostenzuschuss“ (schon wieder so ein Wort-Ungetüm) kommt, ist das für manche Firmen Sauerstoff gerade noch zur rechten Zeit, für andere ist es wohl zu spät. Aber besser so als gar nicht, meinen manche und da haben sie nicht unrecht. Auch wenn die geplanten 1,3 Milliarden für diese Hilfe unheimlich viel Geld sind: Ich halte es für wahrscheinlich, dass das in etlichen Fällen nicht reichen wird. Was dann? Jobs, die verloren gehen, kommen nicht wieder.

Enttäuschend war vor allem das peinliche Feilschen um Heizschwammerl und Schaufensterbeleuchtung - so, als würden Unternehmer lustvoll teure Energie verschwenden. Geendet hat das in dem Kompromiss: Die Grünen kriegen das „Pfui“ für die Heizschwammerl und die ÖVP dafür das o.k. für den beleuchteten Nachtskilauf.

Man sieht, worauf man sich fokussiert hat. Aufs Wichtigste?

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