Das 0:2 von Österreich bei Weltmeister Frankreich hat auch bei Andreas Herzog Spuren hinterlassen. Vor allem die Art und Weise, wie „Les Bleus“ der ÖFB-Elf das Nachsehen gab, war für ihn bemerkenswert. Nach der Anfangs-Euphorie der Teamchef-Ära Rangnick scheint man „nun wieder in der Realität angekommen“ zu sein. Hier die „Krone“-Kolumne von Österreichs Ex-Rekord-Teamspieler ...
Die Partie war von Beginn an eine Fortsetzung der zweiten Halbzeit von Wien, als uns Frankreich extrem dominiert hat. Neben Patrick Pentz hat uns bis zur Pause auch die Abschlussschwäche der Franzosen geholfen - nicht das erste Mal. Zu dem Zeitpunkt lautete das Schussverhältnis der Truppe von Didier Deschamps in der Gruppe 72:27, nach Toren stand es aber 3:5!
Dennoch: Was für Kombinationen, was für ein Tempo der Gastgeber - Mbappé ist mit seinem Antritt nicht zu stoppen, das hat man auch bei der Führung gesehen. Offensiv hätte ich mir von uns mehr erhofft, für Marko Arnautovic war es beim 103. Teameinsatz schwer. Man hat aber gesehen, dass es hier gegen den Weltmeister geht.
Beim Zuschauen habe ich mich an den Auftritt im Prinzenparkstadion 1992 unter Teamchef Ernst Happel erinnert. Wir haben beim 0:2 nur verteidigt, bei einem Freistoß in der 70. Minute habe ich zu Christian Prosenik gesagt, er soll es direkt probieren. Er wollte nicht, weil es zu weit sei. Meine Antwort: „Aber dann haben wir wenigstens auch einen Torschuss!“
So schlimm war es diesmal nicht, aber ein Klassenunterschied war offensichtlich. Damit sind wir nach der Anfangs-Euphorie der Ära Rangnick wieder in der Realität angekommen - wobei diese Gruppe mit Weltmeister und Vizeweltmeister sowie den starken Dänen die schwerste ist.








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