Warum scheiterte das Bürgerbegehren in Adnet? Die Schlotterer-Gegner warten weiter auf den Bescheid und bleiben kämpferisch.
„Es ist ein Skandal.“ Georg Scheicher ist sauer und findet drastische Worte. Er und seine Mitstreiter der Initiative „Rettet die Adnetfelder“ warten immer noch auf einen Bescheid der Wahlbehörde. Die Adneter wissen weiterhin nicht, warum ihre Unterschriftenaktion nicht erfolgreich war. „Wir mussten in der ,Krone’ lesen, dass sämtliche Unterschriten ungültig sein sollen“, sagt Scheicher.
Zur Erinnerung: Die Initiative macht seit Monaten gegen den umstrittenen Ausbau des Sonnenschutz-Herstellers Schlotterer mobil. Man sammelte 430 Unterschriften für eine Bürgerbefragung zu dem Millionen-Projekt mitten im Grünland. Die Wahlbehörde prüfte sämtliche Unterlagen und schmetterte das Bürgerbegehren nach „Krone“-Informationen wegen Formalfehlern ab. Offiziell äußern will sich die Wahlbehörde dazu vorerst nicht. Man verweist auf den Bescheid. Dieser wurde allen Beteiligten allerdings immer noch nicht zugestellt. „Der Bürgermeister zögert das wohl bewusst hinaus“, glaubt Scheicher.
Denn: Am 22. September findet die nächste Sitzung der Adneter Gemeindevertretung statt. Dort sollen die nächsten Schritte für den Schlotterer-Ausbau gesetzt werden. „Ohne den Bescheid wissen wir nicht, warum man unser Anliegen abgelehnt hat. Daher können wir auch keine neue Unterschriftenaktion starten“, sagt Scheicher. Aufgeben werde man „trotz aller Schikanen “ nicht.
Ortschef Wolfgang Auer (ÖVP) bedauert: „Die Initiative hätte das Recht gehabt, es als Erster zu erfahren und nicht aus den Medien.“









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