Im Korruptionsskandal um die Olympischen Spiele in Tokio hat die Staatsanwaltschaft den früheren Olympia-Organisationschef Yoshiro Mori verhört. Der 85-jährige ehemalige Regierungschef sei auf freiwilliger Basis befragt worden, berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Freitag. Das frühere Vorstandsmitglied des Organisationskomitees für die Spiele, Haruyuki Takahashi, war kürzlich wegen Korruptionsverdacht verhaftet worden.
Die Staatsanwaltschaft verdächtigt den 78-jährigen früheren Lobbyisten, Bestechungsgelder vom Bekleidungskonzern Aoki sowie vom Verlag Kadokawa angenommen zu haben. Beide waren Sponsor der Spiele. Takahashi ist ehemaliger Mitarbeiter der japanischen Werbeagentur Dentsu, die die exklusive Marketingagentur für die Spiele in Tokio war. Die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschobenen Spiele fanden im vergangenen Jahr in der japanischen Hauptstadt statt.
Unterdessen hat die nordjapanische Stadt Sapporo, die sich um die Austragung der Winterspiele 2030 bewirbt, laut Medien einen Mitte dieses Monats geplanten Besuch der Zentrale des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) abgesagt. Offiziell seien als Grund Probleme bei der Terminplanung genannt worden, doch gebe es Spekulationen, der wahre Grund sei vermutlich der Korruptionsskandal.








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