Mit bloßen Händen
Inderin rettet ihren einjährigen Sohn vor Tiger
In Indien hat eine Mutter mit bloßen Händen mit einem Tiger gekämpft und so ihr Baby vor der Raubkatze gerettet. Mutter und Kind seien verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, der Zustand der beiden sei inzwischen stabil, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.
Bei dem Vorfall am Sonntag seien die 25-Jährige und ihr einjähriger Sohn in einem Feld gewesen, als ein zuvor in Büschen versteckter Tiger den Buben angriff. Die Mutter habe dann begonnen, mit dem Tier zu rangeln und um Hilfe zu rufen. Herbeieilende Dorfbewohner konnten die beiden schließlich retten.
Mutter und Sohn leben in einem Dorf am Rande eines Nationalparks mit frei lebenden Tigern im Bundesstaat Madhya Pradesh. Um Nationalparks kommen Angriffe von Tigern und anderen Wildtieren auf Menschen immer wieder vor. Denn mit einer zunehmenden Urbanisierung verlieren Tiger ihren natürlichen Lebensraum.
Bestand der Tiger ist bedroht
So kommen sich die Raubkatzen und die Menschen immer wieder in die Quere. Teils suchen Tiger auch Beutetiere bei den Menschen. In Indien leben mit Abstand am meisten Tiger weltweit, rund 3000 Tiere. Ihr Bestand ist etwa durch Wilderei, Lebensraumverlust und schrumpfende Bestände ihrer Beutetiere bedroht. Zuletzt nahm ihre Zahl jedoch zu.














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