Blutspendeverbot

Bürgermeister gab zum ersten Mal sein „Bestes“

Salzburg
02.09.2022 14:00

Schwule Männer dürfen erstmals Blut spenden. Georg Djundja, Oberndorfs Bürgermeister, war einer der ersten in Salzburg.

Gib dein Bestes“ – mit diesem Slogan wirbt das Rote Kreuz um Blutspender. Am Dienstag kam Oberndorfs Bürgermeister Georg Djundja (SPÖ) dieser Aufforderung mit einem Grinsen im Gesicht erstmals nach. Der Grund: Bisher waren sexuell aktive, schwule Männer von der Blutspende ausgeschlossen. Begründet wurde das mit dem Risiko der Weitergabe von Infektionskrankheiten wie HIV oder Hepatitis. Seit Mittwoch ist diese Regelung Geschichte.

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Meine Freunde waren immer schockiert, wenn ich erzählt habe, dass ich nicht spenden darf. Gut, dass diese Diskriminierung endlich ein Ende hat.

Georg Djundja, Bürgermeister Oberndorf

„Das war absurd. Ich habe seit 16 Jahren den selben Partner“, erzählt Djundja. Den Politiker freut, dass die Verordnung ab sofort nicht mehr diskriminiert und es nicht mehr auf die sexuelle Orientierung ankommt. Ausschlaggebend ist nur noch das sexuelle Risikoverhalten. Wer mehr als drei Sexualpartner in den drei Monaten vor der Blutspende hatte, ist ausgeschlossen. „Es ist schön, dass ich jetzt helfen darf“, freut sich Djundja. Nervös sei er nicht und auch die Nadel sei für ihn, als ehrenamtlichen Sanitäter, kein Problem.

„Das war überfällig. Endlich werden Menschen, die spendenfähig sind und helfen wollen, keine Hürden mehr in den Weg gestellt“, begrüßt auch Anton Holzer, Leiter des Salzburger Blutspendedienstes die neuen Regeln. Das Rote Kreuz verspricht weiterhin höchste Sicherheitsstandards. Bevor das Blut beim Empfänger ankommt, wird es mehr als 20 labormedizinischen Tests unterzogen. Zudem gibt es genaue medizinische Kriterien, wer spenden darf und wer nicht.

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