Oberösterreichs Klimalandesrat sieht Potenzial für die Versorgung von 128.000 Menschen aus Solarkraftwerken. Noch bremst zwar eine Bundesverordnung, die soll aber bald geändert werden.
Wenn es darum geht, den Ausbau von Photovoltaik (PV) in OÖ voranzutreiben, legt Klimalandesrat Stefan Kaineder (Grüne) jede Menge Kreativität an den Tag. Forderte er zuletzt eine PV-Pflicht beim Neubau von großen offenen Parkplätzen, preschte er am Dienstag mit einer neuen Idee vor: Kaineder möchte Sonnenkraftwerke auf Freiflächen errichten – und zwar auf jenen, die als ehemalige Mülldeponien ohnehin kaum für andere Zwecke nutzbar sind: „Die Vorteile liegen klar auf der Hand: kein zusätzlicher Landverbrauch, vielfach ist die Infrastruktur bereits vorhanden und für die Landwirtschaft sind diese Flächen ohnehin nicht wertvoll, in der Regel günstige Topographie und kaum Verschattung.“
131 Hektar Ablagerungsflächen
144 Gigawattstunden Sonnenstrom seien auf 131 Hektar Ablagerungsflächen auf Deponien möglich, rechnet Kaineder vor. Jährlich könnten damit 128.000 Menschen versorgt werden. Allerdings gibt es aktuell noch Hürden in der Deponieverordnung des Bundes. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) arbeite aber bereits an einem neuen Verordnungsentwurf, der noch heuer in Kraft treten und eine Genehmigung von PV-Anlagen auf Deponien erleichtern und beschleunigen soll.










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