Eine Weste mit Mini-Kamera, ein Modem mit SIM-Karte und kleine Ohrhörer - diese Ausrüstung soll ein Duo aus Amstetten in NÖ Führerschein-Kandidaten zur Verfügung gestellt haben. Damit konnten die beiden türkisch-stämmigen Männer (25, 27) aus der Ferne die richtigen Antworten durchsagen.
Bis zu 3000 Euro sollen sie für eine erfolgreich abgelegte Prüfung verlangt haben. Aufgefallen ist dies zum ersten Mal in einer Fahrschule in Innsbruck. Nach einem anonymen Hinweis wurde auch bei einer Frau aus dem Mostviertel kurz nach dem bestandenen Test die Ausrüstung gefunden. Anfangs belastete sie die beiden Amstettner, bei einer späteren Vernehmung stritt sie jedoch alles ab.
Ausrüstung bei Hausdurchsuchung
Eindeutiger war da schon eine Hausdurchsuchung bei den Verdächtigen: Dabei wurde neben Bargeld auch das zu den Vorwürfen passende technische Equipment sichergestellt. Die Spur der SIM-Karten führte außerdem zu zwei in Wien wohnhaften Irakern, die von einer Mittäterschaft aber nichts wissen wollten.
Dunkelziffer unklar
Die Polizei geht davon aus, dass die Gruppe österreichweit aktiv war. Wie groß die Dunkelziffer ist, ist unklar. Die Amstettner wurden angezeigt, der Fall liegt bei Gericht.








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