06.08.2022 08:13 |

Unwetter in Tirol

Muren und Wassermengen sorgten für lange Einsätze

Einigermaßen glimpflich endeten die heftigen Unwetter, die am Freitagabend durch Teile Tirols zogen. Bis auf einen Feuerwehrmann kam niemand zu Schaden. Muren und Verklausungen sorgten jedoch für zahlreiche Arbeitsstunden bei den Einsatzkräften, vor allem im Bezirk Innsbruck-Land und Schwaz. Zwischenzeitliche Straßensperren wurden wieder aufgehoben.

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„Land unter“ hieß es von einer Minute auf die andere am Freitagnachmittag in vielen Teilen Tirols. Heftige Niederschläge sorgten - wie berichtet - für Murenabgänge und überflutete Straßen und Keller. Zahlreiche Notrufe hielten die Einsatzkräfte auf Trab, wie die Leitstelle Tirol bestätigt: „Über die genaue Anzahl können wir noch nichts sagen. Vermehrte Einsätze gab es aber im hinteren Zillertal ab Zell und Mayrhofen, punktuell auch im Sellraintal.“

Mehrere Muren in Teilen Tirols
Bereits am frühen Nachmittag sorgte ein Gewitter mit Starkregen für die ersten Einsätze im Sellraintal. In St. Sigmund trat der Bach über die Ufer und verschüttete die Sellraintal-Straße im Bereich „Brandner Höfe“. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an. In Ranggen, nur wenige Kilometer weiter, kam es ebenfalls zu einem Murenabgang. Personen kamen zum Glück in beiden Fällen nicht zu Schaden.

Eine weitere Mure und zahlreiche Überflutungen ließen auch die Einsatzkräfte im Zillertal ausrücken. In Gerlos traten mehrere Bäche über die Ufer und vermurten Teile der Gerlosstraße. Die Straßenmeisterei Zell am Ziller und die Freiwilligen Feuerwehren rückten aus, um die Wassermassen abzupumpen. Über das Ausmaß der Schäden an den Gebäuden kann noch nichts gesagt werden. Verletzt wurde niemand.

Feuerwehrmann verletzt
In Umhausen im Ötztal (Bezirk Imst) schlug gegen 16 Uhr unterhalb des Narrenkogels ein Blitz in unwegsamem Gelände in einen Zirbenbaum ein und setzte diesen in Brand. Bodentrupps der Feuerwehr wurden mittels Hubschrauber für Löscharbeiten zur Brandstelle gebracht, wobei sich im Zuge der Brandbekämpfung ein 32-jähriger Feuerwehrmann mit einer eingesetzten Motorsäge am Bein verletzte. Der Mann wurde mittels Notarzthubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Fast alle Straßensperren aufgehoben
Durch die Muren wurden betroffene Straßen gesperrt. Die Sperren wurden aber nach ersten Aufräumarbeiten wieder aufgehoben. Derzeit kommt es noch auf der Sellrainstraße zwischen St. Sigmund und Kühtai zu Behinderungen. Gesperrt ist hingegen der Grenzübergang am Staller Sattel in Osttirol. Grund sind Unwetterschäden auf italienischer Seite.

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