Karl M. Sibelius

„Ich bin überwältigt und dankbar für die Rolle“

Oberösterreich
20.07.2022 17:30
Karl M. Sibelius war Theaterstar, als Intendant blieb er glücklos. Doch er startete neu durch, leitet heute ein Institut an der Pädagogischen Hochschule und ist Psychotherapeut. Und er steht wieder auf der Bühne: „Kein anderer Beruf hat diesen Zauber und gibt einem so viel Glücksmomente“, schwärmt er. „Ich könnte ohne Theater leben, aber mit dem Theater ist es schöner!“

„OÖ: Krone“: Herr Sibelius, nach 20 Jahren am Landestheater Linz nahmen sie zwei Intendanzen in Deutschland an, zuletzt am Theater Trier, die 2016 unglücklich endete. Man warf Ihnen eine erhebliche Überziehung des Budgets vor. Wie ist der Stand derzeit?

Karl M. Sibelius als Fortunatus Wurzel in Raimunds „Der Bauer als Millionär“ in Schloss Tillysburg: „Eine herausfordernde Rolle!“ (Bild: Barbara Palffy)
Karl M. Sibelius als Fortunatus Wurzel in Raimunds „Der Bauer als Millionär“ in Schloss Tillysburg: „Eine herausfordernde Rolle!“

Karl M. Sibelius:  Seit sieben Jahren läuft nun schon ein Ermittlungsverfahren, was für mich psychisch und auch gesundheitlich extrem belastend ist. Ich fühle mich nicht schuldig. Gott sei Dank habe ich hier in Linz eine zweite Chance bekommen und konnte eine neue Karriere beginnen.

Haben Sie Ihr Leben völlig umgekrempelt?
Ja, ich bin Professor an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, außerdem arbeite ich als Psychotherapeut. Aber in den letzten Monaten spielt das Theater wieder eine größere Rolle. Die Hauptrolle in meinem Leben aber haben meine Kinder.

Karl M. Sibelius ist auch als Psychotherapeut tätig. (Bild: Josef Philipp)
Karl M. Sibelius ist auch als Psychotherapeut tätig.

Sie stehen jetzt endlich wieder auf der Bühne?
Ich spiele die Titelrolle in Ferdinand Raimunds „Der Bauer als Millionär“ bei den Festspielen Schloss Tillysburg. Als ich erfahren habe, dass mir Regisseur Nikolaus Büchel das anvertraut, war ich überwältigt. Jetzt stehe ich mit einem wunderbaren Ensemble in einer bejubelten Inszenierung auf der Bühne: Das ist auch eine Art, nach Hause zu kommen. Ich bin sehr dankbar!

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Das Verwandeln, das Darstellen von Menschen, die auf den ersten Blick nichts mit einem selbst zu tun haben und auf einmal wächst Du in die Figuren hinein, wirst ganz sie und du spielst nicht mehr, du bist einfach. Kein anderer Beruf hat diesen Zauber!

Karl M. Sibelius über die Schauspielerei

Verraten Sie uns Ihre nächsten Bühnenpläne?
Im Februar 2023 singe ich am Theater Phönix meinen autobiografischen Liederabend „Karli Bua“, mit eigenen Liedtexten, die mein langjähriger Wegbereiter Nebojša Krulanović vertonte. Ein Herzensprojekt, das in Kürze auch auf CD erscheint.
festspiele-schloss-tillysburg.at

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