Pendler zahlen drauf

„Autofahren tut derzeit richtig weh“

Salzburg
14.07.2022 05:30
Die Teuerung trifft mitunter jene am stärksten, die täglich auf dem Arbeitsweg weite Strecken zurücklegen müssen. Die Deutschland-Variante ist ein möglicher Ausweg.

Vergangene Woche hat die „Krone“ vorgerechnet: Gut 263 Euro entstehen einem Salzburger Vier-Personen-Haushalt aktuell an monatlichen Mehrkosten wegen der Teuerung. Wenn man die teils horrenden Steigerungen bei Miete, Strom, Gas sowie bei Lebensmitteln als Berechnungsgrundlage hernimmt.

Manchem Pendler dürfte diese Kalkulation allerdings wie ein Hohn vorkommen. Die Arbeiterkammer Salzburg hat anhand der durchschnittlichen Diesel- und Benzinpreise Berechnungen für das zweite Quartal 2022 angestellt. Demnach sieht sich eine berufstätige Person etwa aus Bad Gastein beim täglichen Salzburg-Pendeln mit einer monatlichen Zusatzbelastung von 225 Euro konfrontiert. Wenn sie den Weg fünfmal in der Woche in einem PKW mit Benzinmotor zurücklegt, der 7,5 Liter je 100 Kilometer schluckt.

Ersparnis von bis zu 44 Cent je Liter ist möglich
Was in den Köpfen vieler Pendler vorgeht, bringt David Ortner zum Ausdruck: Der 41-jährige Selbstständige legt auf dem Arbeitsweg von Neumarkt ins Stadtzentrum Salzburg und retour täglich 50 Kilometer zurück. „Das Autofahren verursacht Schmerzen.“ Für Wenigverdiener, die nicht auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen können, ist der Arbeitsweg mittlerweile gar zum Luxus geworden.

Dabei gäbe es schnelle Lösungen, die eine spürbare Entlastung für die Autofahrer bringen würden. Ein Blick über die Grenze genügt, wo die Treibstoffpreise erstmals seit Jahrzehnten günstiger sind als hierzulande. „Unsere deutschen Nachbarn zeigen es vor. Eine Halbierung der Mineralölsteuer und der Mehrwertsteuer auf Treibstoff würde Verbraucherinnen und Verbrauchern eine Ersparnis bei Benzin in Höhe von 44 Cent und bei Diesel in Höhe von 39 Cent bringen“, weiß Salzburgs Arbeiterkammer-Boss Peter Eder.

Der fiktiven Person aus Bad Gastein, die täglich nach Salzburg pendelt, würden in diesem Fall monatlich 120 Euro mehr im Geldbörserl bleiben.

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