05.07.2022 07:00 |

Drei Geräte enthüllt

Leica kooperiert statt Huawei nun mit Xiaomi

Europäisches Optik-Know-how ist bei chinesischen Smartphone-Herstellern gefragt: Huawei machte 2016 mit einer Kooperation mit Leica den Anfang, Vivo kooperiert - wie zuvor schon Nokia und Sony - mit Zeiss. Bei OnePlus und Motorola arbeitete man mit dem schwedischen Kameraspezialisten Hasselblad zusammen. Nun kündigt Xiaomi die nächste Partnerschaft an: Der Konkurrent hat Huawei seinen Ex-Partner Leica weggeschnappt.

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Dass die Huawei-Partnerschaft mit Leica beendet wurde, war bereits bekannt. Aufgrund massiver US-Sanktionen gegen Huawei, die dessen Software von Google-Diensten und die Produktion von wichtigen Chips abgeschnitten haben, ist der Absatz massiv eingebrochen. In dieser Situation dürfte Leica schon länger auf neue Kooperationspartner gehofft haben. Mit Xiaomi - dieses chinesische Unternehmen wird im Gegensatz zu Huawei nicht sanktioniert - wurde der neue Partner nun offensichtlich gefunden.

Xiaomi enthüllt gleich drei Leica-Smartphones
Es wurden auch bereits erste Geräte angekündigt, deren Kamera gemeinsam mit Leica entwickelt wurde: Xiaomis neue 12S-Serie. Die zunächst für den chinesischen Markt angekündigte Serie umfasst drei Geräte: das Xiaomi 12S, 12S Pro und 12S Ultra. Flaggschiff ist das nach IP68-Standard staub- und wasserfeste Ultra-Modell - ausgestattet mit Qualcomms neuem Prozessor Snapdragon 8+ Gen 1, zwölf Gigabyte RAM, 4860-mAh-Akku mit 120-Watt-Schnelllademöglichkeit, 6,73 Zoll großem 120-Hertz-OLED-Display und ausgefuchstem Kühlsystem.

Xiaomis Produktpräsentation zur Nachschau:

50-Megapixel-Kamera mit Ein-Zoll-Sensor
Das Hauptaugenmerk liegt bei Xiaomis erstem Flaggschiff mit Leica-Branding aber natürlich auf der Dreifach-Kamera, die in einer kreisförmigen Gehäuseausbuchtung untergebracht ist. Bei der 50-Megapixel-Hauptkamera (F/1.9) setzt Xiaomi auf einen gemeinsam mit Sony neu entwickelten und für Smartphone-Verhältnisse riesigen Ein-Zoll-Sensor, der unter widrigen Lichtverhältnissen immer noch gute Bilder liefern soll. Zusätzlich gibt es eine 48-Megapixel-Weitwinkelkamera (F/2.2) und eine Periskop-Zoomkamera (F/4.1) mit 120-Millimeter-Brennweite, optischer Bildstabilisierung und 48 Megapixeln Auflösung. Eine 32-Megapixel-Frontkamera komplettiert die Fotoausstattung. Videoaufnahme ist in Dolby-Vision-HDR möglich.

12S (Pro) mit abgespeckter Kamera
Neben dem 225 Gramm schweren 12S Ultra wurden noch die Modelle 12S und 12S Pro angekündigt: Das Xiaomi 12S Pro ähnelt mit 6,73 Zoll Diagonale, Dreifach-Kamera, 4600-mAh-Akku und 120-Watt-Schnelllademöglichkeit dem Ultra-Modell, verzichtet bei der Kamera aber auf den extragroßen Bildsensor des Ultra-Modells und setzt stattdessen auf Sonys kleineren IMX707-Sensor. Das Einstiegsmodell Xiaomi 12S bietet die gleiche Kamera wie das Pro-Modell, allerdings sind Display und Akkukapazität hier etwas kleiner.

Marktstart zuerst in China
Ob und wann die neuen Smartphones mit Leica-Branding nach Österreich kommen, ist noch nicht bekannt. Zunächst wurde die Xiaomi-12S-Reihe für den chinesischen Markt angekündigt. Verkaufsstart ist dort am 6. Juli. Kosten soll das Xiaomi 12S Ultra in der Top-Ausstattung mit 12 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte Flash-Speicher in China umgerechnet 1000 Euro.

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