29.06.2022 21:31 |

Nur wenige Einsätze

Steiermark: Aufatmen nach erneuter Gewitternacht

Die Unwettergefahr in der Steiermark war in den vergangenen Tagen hoch: Auch Mittwochabend und in der Nacht auf Donnerstag blitzte und donnerte es in vielen Teilen des Landes, es gab aber zum Glück nur wenige Schäden und Feuerwehreinsätze. Am Tag zuvor waren vor allem die Bezirke Murau und Liezen betroffen.

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Mit einem mulmigen Gefühl gingen Mittwochabend viele Steirer schlafen: Eine Gewitterfront zog über das Land. Doch zum Glück blieb sie diesmal relativ harmlos, wie der Landesfeuerwehrverband Donnerstagfrüh mitteilte. Einsätze gab es nur nördlich von Graz: am Abend in Gratwein und Kleinstübing (dort stürzten in der Nähe des Freilichtmuseums Bäume auf die Landesstraße), um 3 Uhr früh musste in Übelbach Wasser abgepumpt werden. In der Früh wurden dann umgestürzte Bäume in Bruck weggeräumt.

Hochwasseralarm an Enns und Mur
Kein Vergleich also zur Situation 24 Stunden davor. Da herrschte sogar Hochwasseralarm an Mur und Enns: Laut Landeshydrologie-Warndienst hat der Durchfluss der Mur bei Murau Mittwochmittag schon den zehnfachen Wert von Dienstagvormittag erreicht, ebenso die Enns westlich von Liezen. Die Hochwasserwarnstufe wurde in diesen Regionen auf Gelb erhöht. Am Nachmittag entspannte sich die Situation wieder. Die heftigen Unwetter haben aber in der Steiermark Spuren hinterlassen.

Bezirk Murau besonders betroffen
Besonders gefordert waren die Einsatzkräfte im Bezirk Murau. „Schon am Dienstag hat der Sturm zahlreiche Bäume umgeknickt und Häuser beschädigt. Bei einem Haus wurde das Dach sogar teilweise abgedeckt“, berichtet Walter Horn vom Bereichsfeuerwehrverband. Dutzende Feuerwehren standen im Einsatz. In Stadl gab es etwa mehrere Hangrutschungen, dazu im gesamten Bezirk Murenabgänge und überflutete Keller. Mit Sandsäcken versuchten die Florianis Schlimmeres zu verhindern.

Im Salzburger Nachbarbezirk Tamsweg wurde sogar Zivilschutzalarm ausgelöst und die Bevölkerung aufgefordert, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen. In Ramingstein verunglückte ein Feuerwehrauto - sechs Kameraden wurden verletzt. Zudem wurde ein Abschnitt der Murtalbahn verschüttet.

Baum fiel auf Kapelle
Etliche Einsätze verzeichneten auch die Feuerwehren im Bezirk Liezen. Mehrere Bäche traten in der Region Schladming und im Paltental über die Ufer, Keller mussten ausgepumpt werden. Auch in Liezen gab es Überflutungen. Dazu stürzten in Gröbming Bäume um. „In Aigen fiel am Vormittag ein Baum auf die Ortskapelle Vorberg“, berichtete Christoph Schlüßlmayr.

Am Donnerstag sollte das Wetter aber deutlich freundlicher werden. Im gesamten Bundesland trocknet es auf, und im Süden klettert das Thermometer auf bis zu 32 Grad.

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