"Ich bin extrem stolz, die Nationalhymne zu hören. Wenn du als Kind die Olympia-Sieger auf dem Podium stehen siehst, dann träumst du davon, selbst einmal dort zu stehen und die Hymne vorgespielt zu bekommen." Andere Hymnen seien "gefühlte zehn Minuten" lang, die eigene hingegen dauere weniger als eine halbe Minute. "Ich möchte daher dringend bitten, unsere Hymne viel länger zu machen", sagte Hamilton.
"Ich bin wieder frisch im Kopf"
Nach seinem eindrucksvollen Sieg am Nürburgring hat der 26-Jährige offenbar wieder andere Sorgen als die sportliche und mentale Krise, die ihn in den letzten Wochen geplagt hatte. Wie weggewischt sind die Spekulationen über einen Abschied von McLaren, ebenso wie jene um eine mögliche Beziehungskrise mit Popsängerin Nicole Scherzinger. "Ich bin wieder fokussiert und frisch im Kopf", betonte der Brite. "Die Leute werden lachen, wenn ich sage, ich habe mich erholt, aber es ist die Wahrheit", meinte Hamilton.
Seine überaggressive Fahrweise hatte dem Rennfahrer allerhand Kritik eingebracht, bei den Rennkommissären war er Stammgast. "Ich habe schon eine Platin-Karte bei ihnen", scherzte der Weltmeister von 2008. Als er seine Bestrafungen aber auf seine schwarze Hautfarbe zurückführte, verging der FIA das Lachen. Lediglich mit einer Entschuldigung bei dessen Präsidenten Jean Todt entging Hamilton einer Sperre.
Zukunft bei McLaren sehr wahrscheinlich
Mittlerweile lässt der Ausnahmekönner wieder seine Taten auf der Strecke sprechen und hofft auf eine Zukunft bei McLaren. Diese schien nach einem öffentlichen Flirt mit Red Bull im Juni ungewiss. Nachdem sich die Bullen aber neben Vettel bereits auf eine weitere Zusammenarbeit mit Mark Webber verständigt haben sollen, gehen langsam die Alternativen aus. Eine Verlängerung mit McLaren über den bis 2012 laufenden Vertrag hinaus scheint die logische Konsequenz. "Ich mache es aber weiterhin auf meine Weise", versicherte Hamilton. Soll heißen: Hin und wieder muss auch der Kopf durch die sprichwörtliche Wand.
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