Klagenfurt nachgebaut

An der Minecraft-Uni können Junge lernen & zocken

Kärnten
24.06.2022 05:55

Der Minecraft-Boom hat längst auch Kärnten erreicht: Viele Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene spielen und bauen in der bunten Online-Welt. Dass mehr dahinter steckt, zeigt die neue Junioruni in Klagenfurt - da erlernen Kinder mit der Minecraft-Sprache Python den spielerischen Einstieg ins Programmieren. Fleißige „Gamer“ haben im Spiel sogar die Landeshauptstadt originalgetreu nachgebaut!

Kaum ein Elternteil, das derzeit dem Minecraft-Boom entkommt, denn das erfolgreichste Computerspiel der Welt hat in Kinder- und Klassenzimmer längst Einzug gehalten. Auch dem Kärntner Unternehmer Robert Graf erging es so: „Ich wollte aber, dass mein Sohn nicht nur vor dem Computer sitzt und spielt, sondern dabei auch etwas lernt und gefördert wird.“ Mangels Angebot in dieser Richtung hat Graf dafür kurzerhand die „Junioruni“ gegründet, die seitdem im Makerspace Carinthia in Klagenfurt erste Minecraft-Programmierkurse anbietet (Termine).

In der Junioruni lernen Kinder spielerisch das Programmieren. (Bild: ZVG/Junioruni.at)
In der Junioruni lernen Kinder spielerisch das Programmieren.
Der Kurs wird schon gut angenommen (Bild: ZVG/Junioruni.at)
Der Kurs wird schon gut angenommen

Sinnvolles spielerisch erlernen
Denn in der bunten Welt aus Klötzen, Quadratschädeln und Blöcken steckt Python, eine Computersprache, die Einsteigern Tür und Tor in die Informatikwelt und später auch in Berufe eröffnet. Zudem lernen die jungen Spieler Englisch. Trainer Felix Wallner hat ein spezielles Konzept erarbeitet, um schon Volksschülern spielerisch zu zeigen, was alles möglich ist.

Schon Kinder lernen, mit der Programmiersprache Python zu arbeiten. Am Wochenende findet in Klagenfurt dazu wieder eine Junioruni statt. (Bild: ZVG/Junioruni.at)
Schon Kinder lernen, mit der Programmiersprache Python zu arbeiten. Am Wochenende findet in Klagenfurt dazu wieder eine Junioruni statt.

Grafs elfjähriger Sohn ist so quasi schon zum Profi geworden, während der neunjährige Benjamin erst vor kurzem Minecraft entdeckt hat: „Es gefällt mir sehr gut, weil ich hier alles bauen kann, was ich möchte! In meiner Welt gibt es eine Burg, Dörfer und viele Tiere.“ Auch er kennt Python bereits, freut sich auf die nächsten Schritte.

Nur ein doofes Spiel?

Eine Studie der Universität von Iowa hat gezeigt, dass der Kreativmodus in Minecraft und freies Spielen für Kinder viel anregender ist als passive Fernsehzeit. Ihre Kreativität wird gefördert - allerdings nur, wenn nicht zu lange gespielt wird!

Geht‘s nach Junioruni-Erfinder Graf, sollten alle Kinder lernen, sinnvoll mit dem Medium umzugehen – statt nur zu zocken. „Ich will eine Minecraft-Ferienwoche anbieten, derzeit fehlt es aber noch am geeigneten Platz.“ Vielleicht findet sich ein Partner. Und noch einen Wunsch hätte der Minecraft-Vater: „Mehr Mädels für Computer begeistern!“

Klagenfurt 1:1 im Originalmaßstab nachgebaut
Nein, Ihre Augen sind nicht von zu viel Fernsehen eckig geworden - die Pixel auf den Bildern dieser Seite bilden Sie sich nicht ein. Das ist einfach, wie die Welt in Minecraft aussieht! Und wenn Sie genau hinschauen, dann werden Sie sogar die Umgebung erkennen - denn fleißige Spieler haben es sich zum Ziel gemacht, die gesamte Landeshauptstadt Klagenfurt innerhalb von Minecraft nachzubauen!

Damit aber nicht genug: Das Projekt ist Teil der großen Initiative „Build The Earth“ - da soll tatsächlich die gesamte Welt nachgebaut werden. Die Gruppe „Alps BTE“, die auch für den Bau von Klagenfurt verantwortlich zeichnet, richtet ihren Fokus auf Österreich, Liechtenstein und die Schweiz. Große Teile der drei Länder existieren bereits in Pixelform.

Das Spiel sorgt bei Kindern und Erwachsene für Begeisterung (Bild: Wassermann Kerstin)
Das Spiel sorgt bei Kindern und Erwachsene für Begeisterung

Und das Beste: Jeder Minecraft-Spieler kann mitmachen! Notwendig ist nur der Kontakt mit der Gruppe. Das geht am einfachsten über Discord: In diesem Chat berichten die Player über ihre Baufortschritte und helfen einander, wenn jemand Schwierigkeiten hat.

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