21.06.2022 16:10 |

In Badeort nahe Peking

Spionage-Angst: China verhängt Tesla-Fahrverbot

Der chinesische Bezirk Beidaihe will keine Elektroautos von Tesla mehr auf den Straßen sehen. Ab 1. Juli sei es für mindestens zwei Monate verboten, mit den Wagen durch die Region zu fahren, sagte ein Vertreter der lokalen Verkehrspolizei der Nachrichtenagentur Reuters. Hintergrund sollen Spionage-Ängste der chinesischen Regierung sein: Die Region ist ein beliebtes Urlaubsziel für hochrangige Parteigranden.

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Der Polizist, der seinen Namen nicht nennen wollte, nannte gegenüber Reuters keinen Grund für die Entscheidung. Er sagte lediglich, es gehe um Staatsangelegenheiten. Tesla war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. China ist ein wichtiger Markt für den US-Elektroautobauer.

Beliebtes Ausflugsziel der KP-Eliten
Beidaihe liegt östlich von der Hauptstadt Peking. Dort befindet sich auch ein renommierter Badeort, in dem hochrangige Mitglieder der Kommunistischen Partei (KP) gern ihren Sommerurlaub verbringen. Vor diesem Hintergrund dürfte das Tesla-Fahrverbot mit Spionage-Ängsten der chinesischen Regierung zusammenhängen, berichtet das E-Mobility-Magazin „Electrek“.

Tesla-Parkverbot vor Militärstützpunkten
Es wäre nicht das erste Mal, dass die ihre Umgebung mit Kameras im Auge behaltenden Elektroautos aus den USA in China als potenzielles Sicherheitsrisiko betrachtet werden. So hatte im vergangenen Jahr die chinesische Volksbefreiungsarmee ein Parkverbot für Tesla-Wagen vor Militärstützpunkten und Kasernen ausgesprochen.

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Tesla verwendet die Kameras in seinen Fahrzeugen nicht, um China auszuspionieren.

Tesla-Chef Elon Musk

Als Begründung wurde damals angeführt, man könne nicht nachprüfen, was die in Tesla-Wagen eingebauten Kameras aufnehmen und wohin sie die Aufnahmen übermitteln. Tesla reagierte auf diese Bedenken mit der Ankündigung, Daten chinesischer Tesla-Besitzer nur in China zu speichern. Firmenchef Elon Musk: „Tesla verwendet die Kameras in seinen Fahrzeugen nicht, um China auszuspionieren.“

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