„Wenn ich mir die Aufstellungen, auch von Frankreich, so anschaue, glaube ich nicht, dass irgendwer die Nations League abschenkt.“ Ralf Rangnick hebt jetzt nicht ab, aber Österreichs Teamchef lässt sich das 3:0 in Osijek auch nicht schmälern. Er rührt lieber die Werbetrommel für das Heim-Doppel: „In der Berichterstattung dürft ihr ruhig euphorisch sein. Ich hoffe auf viele Fans.“
Auch für den ÖFB nach den Dürrejahren in der Pandemie wichtig. Plötzlich ist die Nations League ein Geldesel, der gemolken werden kann. Das Startgeld in der Liga A beträgt 1,5 Millionen Euro (statt einer Million in der Liga B). Und ein volles Happel-Oval garantiert einen Umsatz von 1,5 Millionen. Das bestbesuchte Heimspiel 2020 war gegen die Schotten mit 18.800 Fans. Erst ab 20.000 verkauften Tickets rentiert das Aufsperren des Prater-Runds.
Weshalb es in der Geschichte des ÖFB auch ein Novum gab: Erstmals wurde mit David Alaba und Co. eine Nicht-Abstiegs-Prämie ausverhandelt. Für den Verbleib in der Liga A. Das 3:0 in Kroatien war da ein starker erster Schritt.
Ach ja, die vier Gruppensieger erhalten weitere 1,5 Millionen fix. Wer die Nations League gewinnt, kann 7,5 Millionen Euro cashen. Zu viel der Euphorie, Herr Rangnick? Mit Sicherheit.
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