„Krone“ mit an Bord

Black Hawk beim Heer: „Falke“ feiert Geburtstag

Löscheinsätze, Rettungsflüge, Spezialdienste und Auslandsmissionen sind seit zwei Jahrzehnten das tägliche Brot unserer Black-Hawk-Crews - die „Krone“ hat sie auf dem Fliegerhorst Brumowski in Langenlebarn besucht.

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Die Lawinenkatastrophe von Galtür mit 38 Todesopfern im Februar 1999 legte schonungslos die jahrzehntelange Unterfinanzierung des Bundesheeres durch die Politik offen. Weil dem Heer schwere Transporthubschrauber fehlten, mussten die deutsche Bundeswehr sowie in Deutschland stationierte Einheiten der US-Streitkräfte mit ihren Helikoptern zur Unterstützung nach Tirol ausrücken.

Als Konsequenz dieses Desasters billigte der Landesverteidigungsrat am 12. April 1999, rund zwei Monate nach der Katastrophe von Galtür, den Kauf einer Staffel mittlerer bis schwerer, bewaffnungsfähiger Mehrzweckhubschrauber. Geplant war ursprünglich die Beschaffung von bis zu zwölf Helikoptern, wobei neun fix bestellt und für drei weitere lediglich Optionen gezeichnet werden sollten. Die Maschinen sollten laut Ausschreibung eine Transportkapazität von 3 bis 4,5 Tonnen haben, die Anschaffungskosten von 2,5 bis 3,5 Milliarden Schilling mussten durch Kompensationsgeschäfte zu 100 Prozent ausgeglichen werden.

Mehrere Hersteller gaben ihre Typen-Angebote ab
Das Verteidigungsministerium forderte in einer geschlossenen Ausschreibung die Hersteller Sikorsky, Agusta, E.H. Industries, NH Industries und Eurocopter zur Abgabe von Angeboten bis spätestens 17. September 1999 auf. Sikorsky bot den S-70A Black Hawk an, den die US-Streitkräfte bereits erfolgreich in Galtür eingesetzt hatten, Agusta den AB 412, E.H. Industries den EH101, NH Industries den NH-90 TTH und Eurocopter den AS532 Cougar. Darüber hinaus legten zwei russische Hersteller unaufgefordert Angebote vor.

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Als Bordtechniker ist man auch voll qualifizierter Luftfahrzeugwart. Im Einsatz gehört es zudem zu unseren Aufgaben, die Maschinengewehre zur Eigensicherung zu bedienen.

Oberwachtmeister Alex M., Bordtechniker und Bordschütze

Black Hawk qualifiziert sich als das beste Muster
Während die übrigen Muster rasch ausschieden, lieferten sich der AS532 Cougar und der Black Hawk ein Kopf-an-Kopf-Rennen, aus dem Sikorsky als Sieger hervorging. 

Der erste Black Hawk traf am 21. September 2002 in Österreich ein. Stationiert sind die neun Maschinen auf dem Fliegerhorst Brumowski in Langenlebarn bei Tulln.

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Das System Black Hawk stellt eine Stärkung der Einsatzkapazitäten dar, die wir nicht mehr missen möchten. Allein die Löschwasserbehälter fassen 3000 Liter Wasser.

Staffelkommandant Oberstleutnant Josef R. zur „Krone“

Seither mussten sich die „Schwarzen Falken“ in Tausenden Einsätzen im In- und Ausland bewähren. „Wir haben in den vergangenen 20 Jahren rund 30.000 Flugstunden zurückgelegt. Das entspricht 160 Erdumrundungen“, weiß Oberstleutnant Josef R., der Staffelkommandant.

Die letzte große Bewährungsprobe war der Waldbrandeinsatz in Hirschwang an der Rax im Herbst 2021, wo zwei Black Hawks zwei Wochen lang im Einsatz standen. 

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Die Black-Hawk-Helikopter haben sich bewährt. Dank des derzeit in Umsetzung befindlichen Upgrades der Cockpittechnologie können wir die Hubschrauber noch viele Jahre nutzen.

Brigadier Gerfried Promberger, Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte

Und weil sich der Typ dermaßen bewährt hat, soll die bestehende Flotte ab 2024 um drei weitere Maschinen aufgestockt werden.

Technische Daten
Der Sikorsky Black Hawk ist der größte Hubschrauber des österreichischen Bundesheeres. Er kann bis zu 22 Personen auf Sitzen befördern. Bis zu 4000 Kilogramm Außenlast können transportiert werden. Ebenfalls an Bord: eine Rettungswinde. Die Höchstgeschwindigkeit des Hubschraubers liegt bei 360 Stundenkilometern. Die maximale Reichweite beträgt - mit zusätzlichen Außentanks - 1600 Kilometer.

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