25.05.2022 21:56 |

Brisanter Vorschlag

Brauchen unsere Züge bald eigene Masken-Abteile?

Da die Bundesregierung die Maskenregelung in Österreich de facto aussetzt, fühlen sich zahlreiche Menschen vor den Kopf gestoßen. Insbesondere vulnerable Personen fürchten sich verstärkt vor einer Corona-Infektion. Ein brisanter Vorschlag lässt nun die Wogen hochgehen: In Zügen soll es eigene Abteile für all jene geben, die weiterhin Maske tragen wollen.

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Die „Maske wird wiederkommen“, versicherte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) zwar am Dienstag, mit 1. Juni fällt aber zumindest vorübergehend die Maskenpflicht im lebensnotwendigen Handel sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln.

In den sozialen Netzwerken meldeten sich daraufhin besorgte Nutzer zu Wort, die sich aufgrund der Entscheidung dem Virus nahezu ausgeliefert fühlen. Das freiwillige Maskentragen würde nicht gut genug funktionieren, argumentierte etwa eine Twitter-Nutzerin, dass sie nun Angst vor ihrem täglichen Arbeitsweg habe.

Schutz für gefährdete Personen?
„Frage mich, ob es nicht möglich wäre, in Zügen ,Masken-Abteile‘ zu machen?“, stellte nun etwa die ehemalige Pressesprecherin von Rudi Anschober in den Raum. Damit würde all jenen geholfen werden, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation besonders durch eine Ansteckung gefährdet sind, sich im Zug aber sicher fühlen wollen, so das Argument.

Maske in Öffis für Experten „unabdingbar“
„Zumindest im öffentlichen Verkehr, wo Menschen oft keinen Abstand halten können, halte ich die Maske weiterhin für unabdingbar“, erklärte der Molekularbiologe der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) Ulrich Elling via Twitter. Der Vorschlag eines Masken-Abteils entspreche von der Grundidee dabei der von Rollstuhlrampen, zeigt er sich nicht abgeneigt. Er hat aber sogleich noch eine Alternative parat: spezielle Belüftung oder HEPA-Filter.

Reicht Maske als Eigenschutz?
Fraglich ist jedoch, ob die Idee von den Österreichischen Bundesbahnen oder dem Gesundheitsministerium tatsächlich aufgegriffen wird. Wenn nicht, bleibt den Betroffenen wohl nur der Eigenschutz.

Dabei wäre das Maskentragen in den Öffis wohl nach wie vor für alle die sinnvollste Variante. Denn: Laut einer Studie der Max-Planck-Gesellschaft in Göttingen beträgt das Risiko, sich ohne Maske selbst bei drei Metern Abstand innerhalb von nur fünf Minuten bei einer Corona-infizierten Person anzustecken, nahezu 100 Prozent.

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