Andy Schleck, der zuletzt zweimal Gesamt-Zweiter hinter dem Spanier war und den Sieg 2010 zugesprochen bekäme, wenn Contador vom Obersten Sportgericht wegen Dopings nachträglich schuldig gesprochen wird, kümmerte sich nicht viel darum. "Das war nicht nett, nicht für die Mannschaft und nicht für Alberto. Aber so ist es im Sport, manche Fahrer haben mehr Fans, andere weniger", sagte der Luxemburger.
Contador platzt bei PK der Kragen
Bereits am Donnerstag war Contador bei einer offiziellen Pressekonferez seines Teams Saxo Bank unter Beschuss geraten. Minutenlang musste der erklärte Favorit der Frankreich-Rundfahrt zu seiner Dopingaffäre Auskunft geben. Contador war bei der Tour im Vorjahr positiv auf Clenbuterol getestet worden.
Als der ehemalige irische Radprofi und nunmehrige Journalist Paul Kimmage anmerkte, dass er nie eine Stellungnahme gegen Doping abgegeben habe, platzte Contador der Kragen. "Sie sind sehr schlecht unterrichtet. Ich habe immer gesagt, dass ich gegen Doping bin. Für mich gibt es hier null Toleranz. Aber Sie sind frei, zu denken, was sie wollen", sagte der dreifache Tour-Sieger (2007, 2009, 2010), neben dem die anderen acht Saxo-Bank-Fahrer auf dem Podium zu Statisten degradiert wurden.
Verhandlung vor Sportgericht
Contador, seit heuer bei Saxo Bank unter Vertrag, muss sich acht Tage nach dem Tour-Finale vor dem Obersten Sportgericht in Lausanne verantworten. Das Urteil ist nicht vor September zu erwarten. Wird entgegen dem Freispruch des spanischen Verbandes auf schuldig entschieden, wird Contador gesperrt und seine Resultate werden annulliert. Viele Radprofis sprechen deshalb von einer untragbaren Situation bei der Tour.
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