Forscher appellieren

Herr Bürgermeister, stoppen Sie den Tod der Lobau!

Seit fast 50 Jahren schaut die „Umwelt-Musterstadt Wien“ zu, wie die einst wasserreiche Lobau zur Wüste verkommt. Jetzt appellieren Forscher an Bürgermeister Michael Ludwig persönlich!

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„Wir werden ihn sicher nicht vom Haken lassen. Denn der Herr Klimaschutz-Stadtrat schaut tatenlos zu, wie die untere Lobau zur Wüste wird“, schwört Helmut Belanyecz, angesehener Präsident der Gesellschaft für Fischerei und Gewässerschutz.

„Nationalparkparadies braucht Wasser“
Er hat sich dem dramatischen Appell Dutzender Wissenschafter und Naturschützer an Stadtchef Ludwig angeschlossen: „Machen Sie sich selbst ein Bild von der schrecklichen Ökokatastrophe! Dieses weltweit einzigartige Wiener Nationalparkparadies braucht Wasser - und zwar sofort“, schließt sich Ökologen-Legende Peter Weish an. „River Watch“-Aktivist Ulli Eichelmann zürnt, weil Pläne zur Dotierung der Lobau mit Frischwasser seit 1973 (!) in Schubladen vergilben.

Zentrale Forderung an SPÖ-Mandatar Czernohorszky: die Wiederanbindung der Unteren Lobau an die Donau, „damit Nass wieder fließt und Wien eine echte Au zurück bekommt“. Zuvor solle testweise Wasser eingeleitet werden, um zu klären, ob die dortigen Trinkwasserbrunnen tatsächlich - wie immer wieder behauptet wird - durch Donaufluten bedroht sind. Experten bezweifeln diese Gefahr. Seitens der Stadt rückt Forstdirektor Januskovecz aus: „Wir verdreifachen jetzt die laufende Wasserdotierung.“

Mark Perry
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