Nach dem erstmaligen Einzug ins DFB-Cup-Endspiel winkt Freiburg nun auch noch die Premiere in der Champions League. Die „Krone“ sprach mit Verteidiger Philipp Lienhart über den sensationellen Lauf. Er sagt: „Die Königsliga wäre der pure Wahnsinn.“
„Krone“:Das Finale des DFB-Cups erreicht, in der Bundesliga an der Schwelle zum Champions-League-Ticket - was geht da ab in Freiburg?
Philipp Lienhart: Wir gingen in die Saison mit dem Ziel, nicht abzusteigen. Es schaut jetzt so aus, als würde es viel mehr werden. Eine Situation, die wir uns über Jahre aufgebaut haben. Die Euphorie in der Stadt ist gewaltig, auch im neuen, größeren Stadion jedes Heimspiel ausverkauft.
Heute wartet zu Hause vor 34.700 Fans Gladbach. Lautet nach nur einer Niederlage in den letzten neun Liga-Partien das Ziel Champions League?
Wir kennen die Tabelle. Gewinnen wir die letzten vier Spiele, sind wir in der Königsliga. Das wäre der pure Wahnsinn. Aber: Es ist nicht so, dass wir ständig daran denken. Der Fokus liegt immer klar auf dem nächsten Spiel - und dann schauen wir, für was es am Ende reicht.
Was macht Freiburg in dieser Saison so stark?
Wir haben zuletzt wenige Spieler abgegeben, sind als Team gewachsen, haben richtig viel Spaß. Wir kennen den Trainer und den Spielstil, den er sehen will. Eine Stärke ist auch die taktische Flexibilität, mit der wir jeden Gegner im Laufe einer Partie vor sehr große Probleme stellen können.
Wie wichtig ist Trainer Christian Streich für dich?
Sehr wichtig. Ich weiß, was er von einem Verteidiger sehen will, er weiß, was ich kann. Ein Trainer, unter dem ich mich nochmals richtig weiterentwickelt habe. Er ist sehr gut darin, Spieler besser zu machen.
Wie fällt dein Fazit nach fünf Jahren Freiburg aus?
Es ist weiterhin der perfekte Ort für meine Karriere. Ich habe mich in fast allen Bereichen verbessert, bin zum Beispiel physisch stärker und robuster in den Zweikämpfen geworden.
Wie stark verfolgst du Österreichs Teamchef-Suche?
Klar interessiert es mich! Ich lese die eine oder andere Schlagzeile, mache mir aber keine größeren Gedanken. Der ÖFB wird die richtige Entscheidung treffen.
Es wird derzeit viel über den „richtigen“ Spielstil für das Nationalteam diskutiert.
Es geht nicht nur um die Red-Bull-Philosophie, sondern um viel mehr. Frankfurt spielt etwa die Dreierkette anders als Freiburg. Es ist nicht leicht, in den wenigen Trainings einen Spielstil einzutrainieren. Da gilt es, alle Spieler so gut wie möglich ins Boot zu holen.
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