Mehr als 15.000 € weg

Mit „russischem Hacker-Trick“ das Konto geplündert

Burgenland
10.04.2022 05:58
Porträt von Karl Grammer
Porträt von Christian Schulter
Von Karl Grammer und Christian Schulter

Der nächste Fall von Betrug durch falsche Mitarbeiter eines Technologiekonzerns treibt eine Frau aus dem Bezirk Oberwart an den Rand der Verzweiflung. Mit einem „Hacker-Trick“ entlockte ein angeblicher Computertechniker dem Opfer die Bankdaten. Mehr als 15.000 Euro vom Konto sind jetzt verschwunden.

Schon zeitig in der Früh rief der unbekannte Täter bei der Burgenländerin an. Glaubhaft gab er sich als Microsoft-Techniker aus. Auf Englisch erklärte er der Frau, dass russische Hacker Zugriff auf ihren Computer hätten, um das Bankkonto leer zu räumen.

Betrüger rief mehrmals an
„Diese Form der Cyberkriminalität nimmt derzeit ungeahnte Ausmaße an. Um nicht zu Schaden zu kommen, muss so schnell wie möglich darauf reagiert werden“, sorgte der vermeintliche Computerspezialist ganz gezielt für Verunsicherung. Dennoch verriet das Opfer nicht sofort seine geheimen Daten und Codes.

Die Unterredung zog sich fast acht Stunden hin. „Immer wieder gab es Unterbrechungen, doch der Mann meldete sich, wie versprochen, stets zurück“, schilderte die Betroffene später den Ermittlern. Schließlich hatte der Betrüger das Vertrauen der Frau aus dem Bezirk Oberwart gewonnen.

Opfer verriet Geheimcodes
Trotz anfänglicher Vorsicht verriet sie dem Anrufer ihre persönlichen Kennwörter und Zahlenkombinationen, darunter die wichtige TAN. Die Transaktionsnummer öffnete den Kriminellen den Zugang zum Bankkonto. Noch am selben Tag wurden in drei Etappen insgesamt mehr als 15.000 Euro behoben.

Auf den finanziellen Verlust reagierte die Burgenländerin mit Entsetzen. Anzeige!

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