Ruf nach Bestrafung

Lauda schimpft: “Lewis Hamilton ist komplett verrückt”

Sport
14.06.2011 10:18
Niki Lauda nimmt sich bekanntlich nur selten ein Blatt vor den Mund und macht auch für McLaren-Pilot Lewis Hamilton keine Ausnahme. Nach dem übermotivierten und extrem aggressiven Auftreten des britischen Ex-Weltmeisters beim ereignisreichen Grand Prix von Montreal meinte der Wiener: "Was Lewis gemacht hat, geht über alle Grenzen hinaus. Er ist komplett verrückt!" Lauda erwartet nun von der FIA eine Strafe für Hamilton.

Falls keine Strafe verhängt wird, würde Lauda "die Welt nicht mehr verstehen". "Da hört sich der Spaß auf. So kann man nicht fahren, sonst wird irgendwann jemand umgebracht", wetterte Lauda auf RTL. Ähnlicher Ansicht ist auch Red Bulls Teamchef Christian Horner, der meinte: "Lewis ist in keiner guten Situation. Er versucht es zu stark und übertreibt manchmal. Er ist ein toller Fahrer, aber vielleicht braucht er einfach ein bisschen Abstand."

Auch Emerson Fittipaldi ist der Ansicht, dass das Temperament des Briten eingebremst gehört. "Beim Überholen geht er manchmal zu aggressiv vor. Irgendwann hat man das Limit erreicht. Man muss gegenüber den anderen Piloten Respekt zeigen", erklärte die Formel-1-Legende, die in Montreal als Renn-Stewart im Einsatz war. Und ORF-Experte Karl Wendlinger sagte über den Briten. "Er macht viele Fehler und danach sind immer die anderen schuld."

McLaren erwartet keine Strafe
Hamiton hatte im kanadischen Chaos-Grand-Prix zunächst Red-Bull-Pilot Mark Webber ("Lewis will einfach zu viel") von der Strecke geschubst und war später auch noch in das Heck seines Teamkollegen Jenson Button gekracht. McLarens Teamchef Martin Whitmarsh versuchte zu beruhigen: "Es war eine unglückliche Situation. Jenson hat Lewis nicht gesehen und Lewis hat versucht, schnell nach vorne zu kommen. Es gibt kein Problem zwischen den beiden." Der laut Whitmarsh "ganz normale Rennzwischenfall" wird von der FIA noch untersucht. McLaren erwartet keine Strafe. "Lewis weiß, das war nicht mit Absicht, und ich weiß, dass er das nicht wollte. Wir haben vor dem Neustart miteinander gesprochen, alles ist gut", betonte der spätere Rennsieger Button.

Mit seinem Auftreten in Kanada hat Hamilton nahtlos an seinen Übereifer von Monte Carlo angeschlossen, als er für mehrere überharte Attacken von den Rennkommissaren bestraft worden war. Hamilton schied in der achten Runde aus und wurde danach von Rihanna besucht, die ihm im knappen Kleidchen die quälend lange Zeit als Zuschauer in der Box verkürzte.

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