Formel 1 live

Heinz Prüller über “Pole, Sex und Rassismus”

Sport
10.06.2011 10:55
Als Lewis Hamilton in Montreal seine erste Trainingsbestzeit aufstellte, lachte er vergnügt: "Poleposition ist ja sogar besser als Sex." Worauf Teamchef Ron Dennis milde lächelte: "Bei mir ist es genau umgekehrt. Aber ich bin ja auch schon 60..."

Hamilton ist aber nicht nur für Polepositions gut, sondern auch für Durchfahrtsstrafen. Wie zuletzt in Monte Carlo, wo er sich fürchterlich aufregte: "Krieg ich das nur, weil ich ein Farbiger bin?", empörte er sich über den Boxenfunk. Ein rassistischer Sager, der bei der FIA für viel Wirbel sorgte. Hamilton hat sich aber entschuldigt.

Mit McLaren und Hamilton, der heuer als einziger Sebastian Vettel besiegen konnte, muss man in Montreal immer rechnen. Zu den McLaren-Siegern auf dem Circuit Villeneuve gehört auch Gerhard Berger, der 1992 mit Herzklopfen gewann. Denn die Nachkontrolle ließ befürchten, dass der Berger-Heckflügel um ein paar Millimeter zu hoch war – da drohte die Disqualifikation.

Aber die Sportkommissäre hatten ein Herz für Gerhard. Sie schoben den McLaren solang hin und her, bis der Maßstab genau die erlaubte Höhe anzeigte. Berger blieb als Sieger bestätigt. Karl Wendlinger wurde im gleichen Rennen Vierter.

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