26.03.2022 13:49 |

Autofreie Zone

Bregenz verbannt den Verkehr aus der Innenstadt

Die jüngst beschlossenen Pläne zur Verkehrsberuhigung der Bregenzer City stoßen auf ein geteiltes Echo: Während die einen - darunter auch viele Wirtschaftstreibenden - die konsequenten Maßnahmen gutheißen, hagelt es von Seiten der Volkspartei Kritik: Die Pläne seien unausgegoren, viele Fragen noch offen.

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Vorarlbergs Landeshauptstadt wird künftig eine Stadt für Flanierer: Mit den Stimmen von SPÖ und Grünen ist bei der jüngsten Stadtvertretersitzung eine großzügige Ausweitung der Fußgängerzone beschlossen worden. Konkret werden die Römerstraße und die Kirchgasse zwischen Montfortstraße und Fahlbachgasse künftig autofrei, auch die Zufahrt von der Gallusstraße in Richtung Innenstadt wird nicht mehr möglich sein.

Ebenfalls zu Fußgängerzonen werden die Rathausstraße, die Schulgasse, die Anton-Schneider-Straße und Teile der Bergmannstraße. Dem nicht genug, sollen in der Anton-Schneider-Straße (zwischen Bergmannstraße und Schillerstraße), der Kornmarktstraße, der Nepomukgasse, der Kaspar-Hagen-Straße und der Jahnstraße Begegnungszonen entstehen. Kurz: In Bregenz haben Fußgänger künftig Vorrang.

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Die Befreiung der Innenstadt vom Individualverkehr ist eine große Chance, den Menschen das Zentrum zurückzugeben.

Michael Ritsch, Bürgermeister von Bregenz

Keine große Gaudi mit dem Beschluss hat die ÖVP-Stadträtin Veronika Marte: Die Fußgängerzone sei für eine Kleinstadt überdimensioniert, zudem wären noch viele Fragen offen - auch deshalb, weil die Bevölkerung im Vorfeld nicht eingebunden worden sei. „Es wäre viel besser gewesen, die Erweiterung testweise umzusetzen, anstatt auf einen Schlag“, ist Marte überzeugt. Bürgermeister Michael Ritsch ist indes stolz auf den großen Wurf: „Die Befreiung der Innenstadt vom Individualverkehr ist eine große Chance, den Menschen das Stadtzentrum wieder zurückzugeben.“

Dazu passt auch die neue Gastgartenverordnung, welche ebenfalls abgesegnet worden ist: Demnach dürfen die Gastronomen künftig - unter gewissen Voraussetzungen - ganzjährig ihren Gastgarten bewirtschaften. „Nach der Corona-Krise ist es uns ein großes Bedürfnis, der Gastronomie so gut wie möglich unter die Arme zu greifen. Umso mehr freut es mich, dass wir den Beschluss fällen konnten“, so Ritsch.

 Vorarlberg-Krone
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