Nach dem ersten Schock hat sich Ercan Kara in Orlando an die Traditionen im US-Fußball gewöhnt: „Es geht ständig hin und her.“
Den Jetlag hätte Ercan Kara gerne in Kauf genommen, doch der ÖFB-Legionär konnte nur der Zeitverschiebung trotzen, fieberte via TV bei Österreichs Play-off-Hit in Wales mit. In Orlando mittendrin, aber in Cardiff nicht dabei. Nach sechs Team-Einsätzen im Herbst eine kleine Enttäuschung. „Aber im Juni gibt’s die nächste Gelegenheit“, sagt der 26-Jährige.
Gewohnt kämpferisch. Mittlerweile ist der Ex-Rapidler in Orlando so richtig angekommen. Nach einer kleinen Verletzung und dem Visum-Stress hat er sich die Startelf erarbeitet. Beim 1:0 in Los Angeles bereitete er zuletzt mit einer Maßflanke das Goldtor vor. So gab’s im vierten Spiel der Major League Soccer den zweiten Sieg - Platz fünf in der 14er-Liga.
„Alles ist hier ein bisschen anders, daran musste ich mich erst gewöhnen“, lacht der Wiener über seinen Schock beim Saisonauftakt. „Direkt hinter mir wurde eine Rakete abgefeuert, da bin ich ordentlich erschrocken. Jedes Spiel ist hier ein Fest. Da gibt’s auch zu Mittag ein Feuerwerk.“
Und natürlich die US-Hymne. Amerikas stolze Traditionen machen auch vor dem Fußball nicht halt. Und das Spiel? „Es ist körperlicher, Präsenz ist gefragt“, so Kara. „Es geht hier ständig hin und her.“ Klar, auf Remis zu spielen liegt nicht im Naturell der Amerikaner. Das gibt’s im Eishockey und Basketball ja gar nicht, ist im Football eine Rarität. Aber auch Soccer zieht in Orlando. Im Schnitt kommen rund 25.000 Fans.
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