25.03.2022 09:59 |

Rad-Bundesliga startet

Kein Gehalt, eigene Räder! So gibt Feld am See Gas

Wenn am Sonntag in Leonding (OÖ) die Rad-Bundesliga startet, ist mit ARBÖ Feld am See der einzige Kärntner Elite-Klub dabei. Trotz Mini-Budgets von 100.000 Euro - die neun Radfahrer bekommen kein Gehalt, müssen auch die Räder selbst stellen - will man im zweiten Jahr nach der Gründung die sechs Profiteams ärgern. Chef Norbert Unterköfler: „Ein Podestplatz bei einem Bundesliga-Rennen wäre genial, vielleicht klappt es ja mit einer Medaille bei den österreichischen Meisterschaften.“

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In der Vorsaison haben die Rad-Asse aus Feld am See in der Bundesliga debütiert, derzeit ist das Budget noch knapp. Ein Großteil der Aufgaben wird vom Team selbst organisiert: Um die Nennungen kümmert sich Kapitän Hans-Jörg Leopold, Kassier ist Jungfahrer Matthias Erlacher (21) - für Social Media sind die Fahrer abwechselnd selbst zuständig. Gehalt ist keines möglich, alle sind Amateure - deshalb verdient sich Erlacher beispielsweise als Rad-Lehrer in Volksschulen etwas dazu. „Unser Budget erlaubt es auch noch nicht, dass wir die Räder finanzieren. Aber wir haben alles leidenschaftliche Jungs im Kader, für die Geld nie ein Thema war. Sie freuen sich, dass sie die Chance bekommen, bei großen Rennen zu fahren“, sagt Unterköfler. So ist neben den Rennen der Bundesliga auch die Teilnahme an Rundfahrten in Tschechien und Montenegro geplant. Ein großes Highlight ist wieder die Oberösterreich-Rundfahrt.

Weil unter anderem Altmeister Johnny Hoogerland (Hol) und Allrounder Kevin Haselsberger die Karriere beendet haben, kamen vier Neue: Zeitfahrer Martin Geretschnig (St), Sprinter Sandro Jennewein (Bgld), Krisztian Bodnar (Bgld) und Patrick Dolleschall (St). Unterköfler: „Wir sind jetzt breiter aufgestellt, können bei dem einen oder anderen Rennen sicher vorne reinfahren. Vor allem unseren Zugpferden Hans-Jörg Leopold und Stefan Pöll traue ich einiges zu.“ Leopold ist aktuell jedoch in Corona-Quarantäne, wird den Auftakt beim Straßenrennen in Leonding (OÖ) am Sonntag verpassen.

Mit Leopold, Erlacher, David Polzer und Georg Koffler gibt es beim einzigen Kärntner Elite-Rennstall derzeit vier Kärntner - diese Zahl soll sich in den nächsten Jahren massiv erhöhen. Unterköfler: „Deshalb haben wir unser Team auch gegründet. In Kärnten gibt es so viele starke Talente, die in den kommenden Jahren nachrücken können. Ihnen wollen wir eine Perspektive bieten. Auch ein Damen-Team ist langfristig sicher eine Option.“

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