Parteitag FPÖ Graz

Neue Spitze und viel Kritik an Ex-Partei-Granden

Steiermark
18.03.2022 21:44
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Skandal, Rücktritte, Ermittlungen der Staatsanwaltschaft: Freitagabend traf die Grazer FPÖ zu einem richtungsweisenden Parteitag zusammen. Die neue Doppelspitze Claudia Schönbacher/Axel Kassegger wurde dabei offiziell gewählt und bestätigt.

Seit Freitagabend steht offiziell fest, wer nach dem blauen Finanzskandal und den Rücktritten von Vizebürgermeister Mario Eustacchio und Klubchef Armin Sippel folgt: Stadträtin Claudia Schönbacher und der Nationalratsabgeordnete Axel Kassegger teilen sich künftig die Spitze der Grazer FPÖ. Mit 73 Prozent der abgegebenen Stimmen war die Zustimmung aber wohl nicht ganz wie erhofft - 44 der insgesamt 172 Delegierten wählten ungültig, sieben enthielten sich der Stimme ...

Rechnungsprüfer: „Fühle mich gefrotzelt.“
Für Brisanz sorgte schon davor der mit Spannung erwartete Finanzbericht: 700.000 Euro Klubförderungen sollen ja beim ehemaligen Finanzreferenten Matthias Eder versickert sein. Er hat sich selbst angezeigt. Weitere 500.000 Euro sind aber bis dato nicht zurechenbar. Rechnungsprüfer Karlheinz Morré ging mit den einstigen Parteigranden hart ins Gericht. Jahrelang sei ihm lediglich ein „Blumenkonto“ mit 15.000 Euro zur Prüfung vorgelegt worden.

Nach und nach tauchten erst in letzter Zeit weitere Konten – von Morré als „Wurmlöcher“ bezeichnet – auf. „Als Rechnungsprüfer fühle ich mich von gewissen Herrschaften gefrotzelt“, fuhr er eine Breitseite gegen Eustacchio & Co.. Ausdrücklich lobte er die Aufklärungsarbeit von Sippel und des früheren Stadtparteiobmann-Stellvertreters Roland Lohr. „Bei anderen Personen hat sich offenbar Alzheimer breitgemacht.“

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