Gesund essen

Familientisch prägt das Essverhalten der Kids

Anlässlich des „Tages der gesunden Ernährung“ am 7. 3. zeigt eine Ernährungswissenschafterin auf, wie wichtig die Vorbildwirkung der Eltern bei der Lebensmittelauswahl ist. Deshalb sollten diese besonders auf frische und ausgewogene Kost achten, um ihre Kinder zu richtigem Essen motivieren zu können. 

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Das gemeinsame Essen in der Familie spielt eine ganz besondere Rolle: Es hat eine wichtige soziale Funktion, begünstigt gesundes Ernährungsverhalten und schützt vielleicht sogar vor Übergewicht. Natürlich nur, wenn die richtige Kost auf den Tisch kommt. „Was Kinder dagegen nicht brauchen, ist das Drängen in eine bestimmte Richtung: ,Iss das, das ist gesund!‘ Zur Vorbeugung von Essstörungen sollten wir tunlichst vermeiden, sie in diese Richtung zu zwingen. Denn was beim Kind ankommt: Das schmeckt mir nicht, aber ich muss es zu mir nehmen, weil es gesund ist“, betont Dr. Marlis Gruber vom „forum.ernährung heute“.

Nahrungsaufnahme soll Spaß machen
Die Kleinen sollten von Anfang an mit Genuss und Freude speisen. Dabei helfen nicht nur die gemeinsamen Mahlzeiten, sondern auch die Vorbereitung. Einkaufen und insbesondere kochen, macht - jedenfalls den Kindern - Riesenfreude und birgt größtes Lernpotenzial: „Sie erwerben Lebensmittelwissen und Kochkompetenzen, Fähigkeiten, die ihnen ein Leben lang nützlich sind, um sich gesund zu ernähren. Außerdem lernen sie, Gerichte und diejenigen, die sie zubereiten, ganz anders wertzuschätzen“, betont Dr. Gruber. „Kinder konsumieren zudem viel eher Speisen, bei denen sie selbst mitgekocht haben.“ Geduld zu haben, weil Kochen einfach auch dauert, und nicht immer gleich alles auf Anhieb funktioniert, schult den Nachwuchs. Und dass auch Wegräumen und Abwaschen dazugehören.

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Kinder konsumieren zudem viel eher Speisen, bei denen sie selbst mitgekocht haben.

Dr. Marlis Gruber, forum.ernährung heute

Kinder machen Erfahrungen durch Beobachtung und Nachahmung - je jünger, umso ausgeprägter. "Das erklärt auch, warum gemeinsame Mahlzeiten so wichtig sind, dass man ihnen auch im dichtesten Alltag Raum und Zeit widmen sollte. Halten Sie den Nachwuchs an, zum Gemüse zu greifen, und laden selbst nur Fleisch und Knödel auf, wird der Erfolg ausbleiben. Landet auf den Tellern der Eltern hingegen viel frische pflanzliche Kost und wenig fettes Fleisch oder Süßes, ernähren sich auch die Kinder automatisch richtig.

Hülsenfrüchte als Fleischersatz
Gesunde Kost bedeutet aber nicht nur, mehr frisches Gemüse und Obst zu essen. Eine Lebensmittelgruppe, die oft weniger Beachtung findet, ist die der Hülsenfrüchte: Bohnen, Linsen und Kichererbsen stellen eine hochwertige Eiweißquelle dar. Außerdem liefern sie reichlich Ballaststoffe, die wiederum helfen, das Körpergewicht zu reduzieren oder zu stabilisieren, Blutzucker- sowie Cholesterinwerte zu senken und die Darmtätigkeit anzuregen.

Karin Rohrer-Schausberger
Karin Rohrer-Schausberger
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