Mi, 15. August 2018

Betrugsverdacht

19.05.2011 18:57

Was tun bei Verdacht auf Kartenmissbrauch?

Kredit- und Bankomatkarten sind ein beliebtes Ziel von Betrügern, um an das große Geld zu kommen. Und die Methoden, um an die Daten zu kommen, werden immer findiger, wie etwa Manipulationen an Bankomaten, Phishing-E-Mails oder Datenklau. Nur wie solltest du dich verhalten, wenn du einen Kartenmissbrauch bemerkst?

Abrechnungen kontrollieren
Damit du überhaupt eine Chance hast zu erkennen, ob du Opfer eines Kartenmissbrauchs geworden bist, ist es sinnvoll, regelmäßig die Abrechnungen zu kontrollieren. Einmal wöchentlich ein Blick auf deine Kontoauszüge und die genaue Kontrolle der Kreditkartenabrechnung sollten Pflicht sein. Bezahlst du oft mit der Karte, solltest du dir notieren, wann, was und wie viel du ausgegeben hast. Denn sonst kann die Kontrolle nach mehr als einem Monat mühsam werden.

Melden!
Bemerkst du seltsame Umsätze, dann solltest du dich unmittelbar mit deiner Hausbank in Verbindung setzen. Manchmal klärt sich auch so einiges auf, etwa wenn du bei einem Unternehmen einkaufen warst oder eine Rechnung bekommen hast, die vom Unternehmen unter einem anderen Namen abgerechnet wurde. Ein Beispiel: Die Abrechnung „Sochor“ steht für einen Einkauf bei Obi, ein Einzug von „Santander“ kann die Ratenzahlung für einen Kredit oder einen Einkauf sein, den du in Teilzahlungen abstotterst. Wenn dieser Text zum ersten Mal aufscheint, kann man ihn oftmals noch nicht zuordnen. Bei Einzügen auf dem Girokonto, die du nicht autorisiert hast, kann deine Bank zudem eine Rückleitung des Umsatzes beantragen – und das sogar bis zu 56 Tage nach dem betreffenden Umsatz.

Wenn sich jedoch keine einfach Erklärung bzw. Lösung finden lässt, da die Umsätze wirklich auf einen Betrug hindeuten, dann solltest du die Karte sofort sperren lassen und den Betrugsverdacht melden. Das kannst du entweder über deine Hausbank machen oder über jenes Unternehmen, das deine Karte herausgegeben hat. In Österreich sind dies in der Regel die Paylife Bank für Maestro-, Master- oder Visakarten bzw. Card Complete für Visa- oder Masterkarten. Dies ist jedoch auf deiner Abrechnung ersichtlich.

Vorsicht - Haftung!
Die Meldung sollte unmittelbar erfolgen, damit du von deiner Haftung befreit bist. Denn bei Kartenmissbrauch im Fall von Verlust oder Diebstahl haftest du bis zur Meldung bis zu einem Betrag von 150 € - bei grober Fahrlässigkeit (wie etwa der gemeinsamen Verwahrung von Karte und Code oder dem Zurücklassen der Karte im Auto, aber auch der Bekanntgabe der Daten auf einer nicht den Sicherheitsstandards entsprechenden Internetseite, etc.) auch für höhere Beträge. Nur wenn dich am Betrug keine Schuld trifft, wie etwa bei Datenklau oder Manipulation von Geräten, hast du keine Haftung.

Der Kartenherausgeber prüft dann den Betrugsverdacht und erstattet dir den Schadensbetrag wieder retour. Gleichzeitig wird eine neue Karte mit neuem Code ausgestellt, die dir wieder zugestellt wird. Du solltest daher in jedem Fall vorsichtig mit deiner Karte und den Daten umgehen. Tipps dazu findest du in der Infobox.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.