Tierschützer jubeln

Erfolg für „Stop Finning“ und den Schutz der Wale

Die EU-Bürgerinitiative „Stop Finning“, die sich gegen die Jagd auf Haifische starkmacht, freut sich nach Ablauf der Unterschriftenaktion über ihren Erfolg. Und Meeresschützer jubeln angesichts eines angekündigten Walfangverbotes in Island ab 2024.

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Haie sind wegen ihrer Flossen durch die Fischerei bedroht. Über die barbarische Methode „Finning“, hat die „Krone“ berichtet. Nun gibt es einen Tierschutzerfolg zu vermelden: bis 31. Jänner 2022 konnten EU-Bürger die Initiative „Stop Finning - Stop the Trade“ gegen den grausamen Handel mit Haiflossen unterstützen. 1.202.122 Menschen - davon über 31.000 aus Österreich - haben mit ihrer Unterschrift ein klares Zeichen gesetzt. 17 EU-Länder haben dabei ihre festgelegte Schwelle erreicht - in Österreich sagenhafte 240 Prozent, in Deutschland sogar 658 Prozent! Ein riesiger Erfolg, der auch der „Krone“-Familie zu verdanken ist.

Da die notwendigen Stimmen gesammelt sind, ist die zuständige EU-Kommission nun gezwungen, sich aktiv mit einer Änderung des Gesetzes zu beschäftigen. Die Sprecher der Initiative dürfen dem entsprechenden EU-Ausschuss das Anliegen vortragen. Die EU-Kommission ist verpflichtet. innerhalb von sechs Monaten nach dem Einreichen der Stimmen ihr weiteres Vorgehen öffentlich bekannt zu machen. Selbstverständlich bedeutet das noch lange nicht, dass sich etwas zum Positiven ändert, aber immerhin ist ein Anfang geschafft!

Und es gibt noch eine weitere gute Nachricht: Als eines der letzten beiden europäischen Länder, die im Widerspruch zum internationalen Walfangmoratorium immer noch kommerziellen Walfang betreiben, hat sich Island jahrelang selbst Quoten für die Jagd auf Finnwale und Zwergwale zugesprochen. Die aktuellen Fangquoten laufen 2023 aus und die isländische Fischereiministerin Svandís Svavarsdóttir kündigte nun an, dass die Regierung wohl keine weiteren Walfanglizenzen vergeben werde. Es gäbe dafür keine ökonomische Rechtfertigung mehr. Wenn Island die Waljagd ab 2024 dauerhaft einstellt, rettet das bis zu 426 Walen im Jahr das Leben.

„Es sind großartige Neuigkeiten, wenn die faszinierenden Bartenwale dann vor isländischen Harpunen sicher sind. Damit verbleibt Norwegen als letztes europäisches Land, das kommerziellen Walfang betreibt. Wir hoffen, dass Norwegen dem Beispiel des ehemals Gleichgesinnten folgen und das Ende des Walfangs einleiten wird. Es gibt im 21. Jahrhundert einfach keine Rechtfertigung für kommerziellen Walfang mehr“, sagt Nicolas Entrup, Direktor für Internationale Zusammenarbeit von OceanCare.

 Tierecke
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