03.10.2021 15:42 |

Tier-Katastrophe

50 Grindwale an isländischer Küste verendet

An der nordwestlichen Küste Islands sind am Samstag mindestens 50 gestrandete Grindwale entdeckt worden. Wie der isländische Sender RÚV unter Berufung auf einen Augenzeugen berichtete, konnte keines der Tiere gerettet werden. Grindwale, die auch als Pilotwale bezeichnet werden, gehören zu den Delfinen. Die Tiere hatten vermutlich die Orientierung verloren und waren in seichtes Wasser geraten.

Ein ähnlicher Vorfall sei bisher an dieser Stelle nicht bekannt gewesen, hieß es weiter. Langflossen-Grindwale können bis zu acht Meter lang werden. In ihrem gesamten Verbreitungsgebiet bevorzugen die Säuger offenes Meer und lassen sich eigentlich nur selten in Küstennähe blicken. Wie die meisten Delfine leben sie in Gruppen, Schulen genannt. Sie sind sehr soziale Tiere.

In Gruppen folgen sie einzelnen Leittieren, denen sie selbst in zu flaches Wasser nachschwimmen, wo sie sich nicht mehr orientieren können. Bei solchen Strandungen, deren Ursachen noch weitgehend unklar sind, stirbt oft ein Großteil der Tiere. Bei Rettungsaktionen ist ein Problem, dass in tieferes Wasser gebrachte Tiere häufig wieder zu ihren noch gestrandet liegenden Gefährten zurückschwimmen. Vor allem aus Pazifikstaaten gibt es immer wieder Meldungen über die Strandung Hunderter Grindwale.

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