08.02.2022 16:20 |

Dunkelziffer-Studie:

21,7% der Ungeimpften und Nichtgenesenen infiziert

In Österreich haben sich 21,7 Prozent der Ungeimpften und offiziell Nichtgenesenen irgendwann doch mit dem Coronavirus infiziert. Das entsprach Anfang Jänner rund 400.000 Personen, hieß es aus dem Gesundheitsministerium zu einer aktuellen Covid-19-Dunkelziffer-Studie, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Dabei war ein repräsentativer Teil der Bevölkerung auf Antikörper gegen das Coronavirus untersucht worden, um ein genaueres Bild der bereits erworbenen Immunität zu bekommen.

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Im Zeitraum 30. November 2021 bis 13. Jänner 2022 wurden von der Statistik Austria in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien, der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde sowie dem Verteidigungsministerium rund 1200 Blutproben ausgewertet.

Dies hat ergeben, dass in der nie geimpften und nicht behördlich als genesen bekannten Gruppe (das sind rund 20,8 Prozent der Gesamtbevölkerung) rund jeder Fünfte eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchgemacht hatte. Bei Kindern und Jugendlichen lag die Seroprävalenz (also der serologische Nachweis spezifischer Antikörper, Anm.) zum Zeitpunkt der Erhebung bei 23,2, bei Personen ab 18 Jahren bei 20,3 Prozent, erläuterte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Mückstein: „Dunkelziffer relativ gering“
„Wir wissen dank der nun vorliegenden Studie jetzt, dass die Dunkelziffer in jenem Fünftel der Bevölkerung, das nie geimpft und nicht behördlich als genesen bekannt ist, mit 21,7 Prozent relativ gering ist“, betonte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne). Diese Erkenntnis zeige einmal mehr: Der sicherste und auch nachhaltigste Weg der Immunisierung sei die Impfung.

„Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass auch bei den jungen Menschen im Schulalter die Zahl jener, die bereits eine Infektion durchgemacht haben, vergleichsweise gering ist. Ich appelliere daher an die Eltern, ihre Kinder ab fünf Jahren impfen zu lassen, auch wenn sie aufgrund ihres Alters noch nicht von der Impfpflicht erfasst sind“, sagte Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP).

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