Auch wegen Stadlober

Kombinierer spüren schon olympisches Flair

Olympia
06.02.2022 12:26
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Die österreichischen Nordischen Kombinierer haben kurz nach ihrer Ankunft schon das olympische Flair aufgenommen. Beigetragen zur positiven Stimmung hat auch der Bronze-Gewinn von Teresa Stadlober. Am Tag nach der Ankunft in China freundete sich das Quintett am Sonntag mit der Schanze an. Johannes Lamparter und Franz Josef Rehrl wurden von Cheftrainer Christoph Eugen aufgrund ihrer Podestplätze schon fix für den Normalschanzen-Bewerb am Mittwoch nominiert.

„Seit dem Rennen von Teresa bin ich voll drinnen bei den Spielen, ich freue mich, wenn es losgeht“, erklärte der 28-jährige Steirer Rehrl, der bei seinen zwei Sprüngen zwei Top-Acht-Plätze erreichte. Für ihn sei eine Topleistung auf der Schanze enorm wichtig, betonte der dreifache WM-Dritte von Seefeld 2019, der nach einer Kreuzbandverletzung zur Topform zurückgefunden hat. „Ich will hier nicht nur Statist sein, sondern vorne mitreden. Dafür müssen aber die Sprünge gut kommen. Wegen des Windes wird es eine Challenge.“

Lamparter zählt als Weltcup-Spitzenreiter zu den größten Medaillenanwärtern. Auch er spürt das „gute Gefühl“, das die erste ÖOC-Medaille durch eine nordische Sportlerin gebracht hat. „Ich möchte um die Medaillen mitkämpfen“, machte der 20-jährige Doppelweltmeister am Sonntag kein Hehl aus seinen Ambitionen. Im Training übertraf auch er einmal die 100-m-Marke und war Zweiter. „Die Schanze funktioniert echt super“, sagte Lamparter. „Ich muss noch nicht alles zerreißen, am Mittwoch zählt es.“

Topstars fallen aus
Dass Jarl Magnus Riiber (NOR) und Eric Frenzel (GER) wegen der Coronaregeln wohl vorerst ausfallen, tue ihm „unglaublich leid“. „Ich hoffe, dass sie dann auf der Großschanze dabei sind. Aber für mich ändert sich nicht viel, ich schaue auf mich selber. Es gibt auch andere starke Athleten.“

Nach dem Training am Montag wird Coach Eugen aus dem Trio Martin Fritz, Lukas Greiderer und Mario Seidl die restlichen zwei Startplätze vergeben. Noch am Sonntagnachmittag ging es für das Team erstmals auf die Loipe. Mit gutem Gefühl, denn die Vorstellungen von Stadlober und Mika Vermeulen in deren Rennen hatten auch auf sehr gutes Material hingedeutet. „Sehr cool, dass die Ski so gut gehen und wir super Material haben.“, meinte Rehrl.

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