12.05.2011 14:23 |

Streit um TV-Gelder

Juventus droht mit Austritt aus der italienischen Liga

Im Streit um die Verteilung von Fernsehgeldern im Fußball hat Juventus Turin jetzt mit einem Austritt aus der Serie A gedroht. Wie die "Gazzetta dello Sport" berichtete, ziehe Italiens Rekordmeister einen Wechsel in eine ausländische Liga in Betracht. "An diesem Punkt ist nichts auszuschließen", zitierte Italiens größte Sporttageszeitung Juve-Präsident Andrea Agnelli. Wie diese Auswanderung möglich werden soll, wurde nicht erläutert.

Der Liga und dem italienischen Verband (FIGC) wirft Juventus vor, die fünf großen Klubs Inter Mailand, AC Milan, AS Roma, SSC Napoli sowie Juve gegenüber den kleineren Vereinen zu benachteiligen. "Diese fünf Klubs haben 75 Prozent der Fußballfans in Italien, müssen sich aber Entscheidungen von Vereinen unterwerfen, die nicht investieren", klagte Agnelli.

Großklubs gegen neuen Verteilungsschlüssel
Die Mehrheit der kleineren Klubs fordert einen größeren Anteil der Einnahmen durch den kollektiven Fernsehvertrag der Liga. Die geforderte Neuregelung würde Turins Anteil von 50 auf 40 Millionen Euro jährlich senken, was Juve nicht akzeptieren will. Schon die Einführung des kollektiven TV-Vertrags habe den kleinen Vereinen insgesamt 150 Millionen Euro Mehreinnahmen auf Kosten der Top-Klubs beschert, rechnete Agnelli dem Blatt vor.

Die fünf großen Klubs hatten gegen eine Neuregelung der TV-Gelder vor dem FIGC-Sportgericht geklagt, waren aber abgewiesen worden. Nun wollen Juventus und die vier anderen Vereine das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) anrufen.

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