20.01.2022 15:00 |

Bescheid aufgehoben

Stadt will Penthouse nicht „legalisieren“

Die Causa rund um ein nicht genehmigtes Penthouse in der Stadt Salzburg ist um eine Facette reicher: Die Stadt will nicht wie vorgeschlagen den Bebauungsplan ändern, um den zu hohen Bau im Nachhinein zu genehmigen. „Das kommt nicht in Frage“, so Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler (ÖVP).
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Ein Penthouse auf dem fünften Stockwerk eines Geschäfts- und Wohnhauses in der Auerspergstraße sorgt weiter für Schlagzeilen. Bereits 2014 hob der Verwaltungsgerichtshof den Baubescheid für die bereits erfolgten Um- und Zubauten der ehemaligen Zentrale des Bauträgers Kainz auf. Die Höchstrichter bemängelten, dass der Aufbau nicht hätte genehmigt werden dürfen.

Bisher wurde der Aufbau nicht abgetragen – Chef Rudolf Kainz will weiter kämpfen. Sein Anwalt Klaus Plätzer schlägt nun eine Bebauungsplanänderung vor. Immerhin seien auch andere Gebäude im Andräviertel zu hoch – momentan sind vierstöckige Bauten erlaubt. Zudem würde das Penthouse eh „niemanden stören“.

Im Schloss Mirabell stößt dieser Vorschlag auf taube Ohren. „Wir legalisieren nicht Bauvorhaben durch die Änderung des Bebauungsplans. Es gibt ein Urteil und das ist umzusetzen“, sagt die zuständige Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler (ÖVP). Zum laufenden Verfahren will sie sich nicht äußern. Nur so viel: Die Rechtswege würden ordnungsgemäß eingehalten werden.

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