08.01.2022 09:00 |

Virus beschert Flaute

Touristiker steuern auf Mega-Jännerloch zu

Salzburgs Touristiker sind alarmiert: Nach mancherorts gut gebuchten Weihnachtsferien ist nun die Buchungslage trist. „Wir stehen vor einem Jännerloch, wie wir es lang nicht mehr hatten“, so auch Saalbachs Tourismusdirektor Wolfgang Breitfuß.
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Gerade einmal sind die Weihnachtsferien vorüber. Schon sorgt bei Salzburgs Touristikern wieder einmal die aktuelle Buchungslage für tiefe Sorgenfalten. Wie etwa auch in der Region Hochkönig, wo Geschäftsführerin Christine Scharfetter bisher ein Minus von 30 Prozent bei den Nächtigungen gegenüber dem Vorkrisen-Niveau verzeichnete.

„An und für sich ist es gut gelaufen“, sagt Scharfetter zufrieden. Allerdings: Mit Zahlen wie diesen wird es nicht weitergehen – die Virus-Lage verunsichere zunehmend die Gäste. „Der Jänner schaut leider schlecht aus, wir bekommen jetzt auch Stornos für den Februar aus Dänemark und den Niederlanden“, so die Geschäftsführerin.

Und das hat Folgen: „Wir werden im Jänner mitunter eine Auslastung von 30 Prozent erzielen, ich fürchte, mehr ist nicht drinnen“, sagt die Touristikerin. Noch vor der Krise sah das anders aus: Die Region verzeichnete im ersten Monat des Jahres meist 60 bis 70 Prozent Auslastung. „Die vielen Gruppen und Veranstaltungen fallen aus. Das spüren wir“, so Scharfetter, die auf kurzfristige Buchungen hofft.

Viruslage verunsichert potenzielle Gäste weiter
Ähnlich sieht die Lage auch Mario Siedler. Der Chef des Tourismusverbandes Obertauern verzeichnete noch rund um Silvester eine Auslastung von über 90 Prozent. Nun gibt es wenig Buchungen. „Die Leute wollen in die Natur. Sie richten sich dabei aber auch nach den aktuellen Verhältnissen.“

Nachsatz: „Wenn wir die 50-Prozent-Marke erreichen, dürfen wir froh sein“, sagt Tourismuschef Siedler.

Zumindest ein Lichtblick sei die Buchungslage im Februar, sagt Saalbachs Tourismuschef Wolfgang Breitfuß. „Momentan ist der Februar gut gebucht, vor allem die Holländer-Wochen sind bei uns gefragt“, sagt Breitfuß.

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