04.01.2022 06:00 |

Feinstaub

Nebel in Graz lichtet sich nach Silvester-Spitze

Kurzzeitig herrschte zum Jahreswechsel dicke Luft durch Raketen und Böller. Langfristig lichtet sich der Nebel in Graz. Fünf Fakten zum Feinstaub.

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1.  Feuerwerk
In vielen Siedlungsgebieten der Steiermark haben die Feuerwerke zu vorübergehend hohen Feinstaubkonzentrationen geführt. Die höchsten Werte wurden im Voitsberger Becken und im Aichfeld gemessen. Mit Spitzen von rund 200 µg/m³ PM10 als Einstundenmittelwerte lagen diese im Durchschnitt der Silvesternächte der vergangenen Jahre. Nach den silvesternächtlichen Staubspitzen sind die Belastungen über den Neujahrstag zurückgegangen und lagen am Abend wieder am Niveau der Vortage.

2. Werte sinken
Nach dem Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L) sind seit 2010 jährlich 25 Überschreitungstage zulässig. Eine Überschreitung gibt es ab einem Tagesmittelwert von 50 µg/m³. In der Stadt Graz haben sich die Werte sehr entspannt. Während es vor 15 Jahren noch bis zu 120 Tage im Jahr gab, an denen der Grenzwert überschritten wurde, liegt man 2021 unter den berühmten 25 Tagen (siehe Grafik). Vor allem wärmere Tage, die immer öfter auch im Winter vorkommen, helfen gegen Feinstaub.

3. Schadstoffe
Bei Stickoxiden, kurz NOx, ist die Entlastung nicht so eklatant. Die chemischen Verbindungen sind eine Vorstufe des Feinstaubs und entstehen bei Verbrennungsprozessen sowohl in Heizanlagen als auch bei Motoren. Feinstaub sind flüssige oder feste Teilchen mit einem Durchmesser kleiner als 10 Mikrometer, die wiederum vor allem bei Verwehungen aufkommen. In Graz stellt der Verkehr mit 45 Prozent die größte Quelle dar.

4. Gesundheit
Weil die Partikel so klein sind, können sie leicht über die Atmung in den Körper gelangen, dort verschiedenste Reaktionen auslösen und der Gesundheit schaden.

5. Eigeninitiative
Im Haushalt sollte man die Wohnung nicht übermäßig heizen, im Ofen keinen Müll verbrennen und auf Fernwärme umsteigen. Ratsam ist es, Kurzfahrten mit dem Auto zu vermeiden, Fahrgemeinschaften zu bilden und öffentliche Verkehrsmittel öfter zu nützen.

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