Politischer Fauxpas?

Wieder große Aufregung um - neue - Ronaldo-Statue

Wieder einmal sorgt eine Statue von Cristiano Ronaldo für großes Aufsehen, diesmal in Indien und nicht aus optischen als vielmehr aus politisch-historischen Gründen. Dass dem portugiesischen Superstar ausgerechnet jetzt in Goa, da der indische Bundesstaat 60 Jahre Unabhängigkeit von Portugal feiert, kredenzt wird, stößt manch Aktivisten sauer auf.

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Dabei ist von offizieller Seite schlicht von „Liebe zum Fußball“ die Rede, die mit der Statue im Westen Indiens gefördert werden soll. Lokale Jugendspieler hätten sich für das Ronaldo-Denkmal stark gemacht und es bekommen, twittert etwa Michael Lobo, Minister für Wissenschaft und Technik.

„Frevelhaft“
Dennoch stößt der überdimensionale bronzene Cristiano da und dort auf wenig Gegenliebe. Internationalen Medien und vor allem der indischen Nachrichtenagentur IANS zufolge irritiert die Statue Aktivisten. Hintergrund: Bis 1961 firmierte Goa als portugiesische Kolonie und feierte dieser Tage die 60-jährige Unabhängigkeit. „Die Statue eines portugiesischen Fußballers in diesem Jahr zu errichten, ist frevelhaft“, zitiert IANS den Aktivisten Guru Shirodkar. Zudem wurden am Tag der Enthüllung und Präsentation im Hintergrund schwarze Flaggen schwenkt - ein Zeichen des Protests. Minister Lobo zeigt wenig Verständnis für derartige Protestaktionen. Er sieht in den Protagonisten lediglich Fußball-Hasser.

Nicht der erste Aufreger
Schon in der Vergangenheit hatte es mehrfach Aufregung um diverse Ronaldo-Statuen gegeben, damals allerdings wesentlich profanerer Natur. 2014 etwa erhitzte der Umstand die (Internet-)Gemüter, dass CR7 in der Unterleib-Gegend überdimensional bestückt inszeniert wurde; 2018 wurde eine Statue am Flughafen in Funchal überhaupt ausgetauscht, weil sie optisch dem echten Ronaldo so gar nicht ähnelte.

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