Zu OP-Wartezeiten

SPÖ hat in vierter Welle viele Fragen an Spitäler

Mitten in der vierten Pandemiewelle wollte die SPÖ von Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP) – wie jedes Jahr – die Wartezeiten auf planbare Operationen wissen. Sinngemäße Antwort: Das geht grad sicher nicht!

„Im Sinne einer begleitenden Kontrolle zu den Maßnahmen der oberösterreichischen Spitalsreform“ fragt der SPÖ-Landtagsklub mit seinem Gesundheitssprecher Peter Binder alle Jahre wieder nach den Wartezeiten für bestimmte planbare Eingriffe in unseren Krankenhäusern. In der nun vorliegenden Anfragebeantwortung machen Gesundheitsreferentin Haberlander und die Spitalsverwaltungen klar, dass für so knifflige Fragen jetzt aber genau der falsche Zeitpunkt sei.

62 Intensivpatienten zum Anfragezeitpunkt
Haberlander begründet es der SPÖ so: „Am Tag Ihrer Anfragestellung, dem 4. November 2021, wurden 62 Corona-Patientinnen und -Patienten auf Intensivstationen in Oberösterreich betreut, bis 25. November verdoppelte sich diese Anzahl auf 124, ehe am 1. Dezember mit 138 der traurige Höchstwert in dieser 4. Welle erreicht wurde.“ Die Spitäler selber meldeten ihr zurück, „dass eine umfassende und aktuelle Erhebung der OP-Wartezeiten in der Hochphase der 4. Corona-Welle nicht solide möglich ist.“ Planbare Eingriffe müssten eh „in hohem Ausmaß“ verschoben werden.

Noch am 21. Dezember, in einem zweiten Schreiben an Haberlander, hieß es seitens der Spitäler in Oberösterreich: „Die derzeitige Auslastung mit Corona übersteigt nach wie vor die Möglichkeit, abseits von Covid-Betreuung und akuten bzw. dringlichsten Operationen auch das geplante Elektivprogramm abzuarbeiten oder gar verschobene Eingriffe nachzuholen.“ Erst Mitte des Jahres 2022 werde es sinnvoll sein, die Fragen nach den OP-Wartezeiten zu beantworten.

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