22.12.2021 14:00 |

St. Johann

Zur Rodelbahn geht es nur noch mit dem Taxi

Frau Holle hat in den letzten Wochen wohl viele Kissen geschüttelt. Die Schneelage in den Gebirgsgauen bereitet winterliches Vergnügen. So konnte bereits Anfang Dezember die beliebte St. Johanner Rodelbahn öffnen und lockt Jung und Alt auf den Hahnbaum. Wer aber ins Tal rodeln will, muss neuerdings etwas tiefer in die Tasche greifen und ein Taxi bestellen – denn ein Lift fährt nicht.

Erst vor zwei Jahren wurde der alte Sessellift am Hahnbaum entfernt. Der seit den 1970ern genutzte Sessellift brauchte zwar fast 20 Minuten, um von der Talstation zur Vögerlhütte zu gelangen. Doch immerhin brachte dieser die Wintersportler auf den Berg hinauf. Auch die Schlitten konnten damit hinaufbefördert werden. Und mit der Skikarte war es unbegrenzt oft möglich, mit dem Lift nach oben zu fahren und runter zu schlittern.

Doch dieses Vergnügen ist mittlerweile schwieriger. Der Schlepplift bringt die Gäste nicht bis zur Rodelbahn. Stattdessen springt das Taxiunternehmen Hippolt ein und kutschiert die Rodler auf den Berg, jedoch kostet eine Taxifahrt 35 Euro. Sofern man sich vom Ortszentrum abholen lässt. Ansonsten kostet die längere Anfahrt extra.

Das Taxi muss vorab reserviert werden, kann aber nur bis zu acht Personen gleichzeitig transportieren. Das rentiert sich: knapp fünf Euro pro Befördertem. Will man aber zu zweit rodeln gehen, dann wären das knapp 18 Euro pro Person.

Mit Aufpreis von fast 10 Euro auch Schlittenverleih
Braucht man zusätzlich noch eine Rodel, dann kostet das extra: zwischen sechs und zehn Euro. Bei diesen Preisen wird gern zu Fuß gegangen. Doch der einzige Weg verläuft direkt neben der Bahn und ist somit nicht fußgängersicher.

Ob bei diesen Preisen der Rodelspaß vergeht, wird sich zeigen. Die Stadt erwartet jedenfalls viele Rodelbegeisterte.

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