Kein Referendum?

Ausstieg vom AKW-Einstieg – Angst vor italienischem Bluff

Kärnten
23.04.2011 12:08
Die Atomgefahr ausgehend von den geplanten Reaktoren in Chioggia und Monfalcone nahe der Grenze ist nicht gebannt! "Wird die Volksbefragung abgesagt, drohen bald neue Atomkraftpläne", warnen Kritiker in Italien.

Am Mittwoch hat Italiens Premier dem Einstieg in die Kernenergie eine Absage erteilt, die Errichtung der zwei grenznahen Meiler ist damit aber vorerst maximal auf Eis gelegt. Denn nun wird in Italien fieberhaft daran gearbeitet, das für 12. Juni geplante Referendum zu den Atomplänen abzusagen.

Dabei wäre nach der Katastrophe von Fukushima mit einer hohen Wahlbeteiligung und einem deutlichen "Nein" zur Atomkraft zu rechnen. "Gibt es keine Abstimmung, drohen in wenigen Jahren neue Pläne zum Atomeinstieg. Wird es aber abgehalten, dann kann sich die Politik ein Umschwenken nicht leisten", bewertet Hubert Frasnelli von den Grünen in Südtirol die Lage.

Atomgegner befürchten Bluff
Die Atomgegner befürchten einen Bluff mit dem angekündigten Ausstieg vom Wiedereinstieg; ohne Atomkraft wäre Italien weiter von Rohstoffimporten abhängig. Am Donnerstag haben indes die Grünen in Krko gegen den Risikomeiler demonstriert. 

von Thomas Leitner, Kärntner Krone

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